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Books I've Read: Nathanael West - Schreiben Sie Miss Lonelyhearts

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Ich fühle mich aus den unterschiedlichsten Gründen zu Büchern hingezogen; in diesem Fall war es der Titel. Ich überflog das Angebot einer Bücherborse, als mir ein Exemplar ins Auge fiel, das ganz oben in einer Kiste lag: Nathanael Wests Schreiben Sie Miss Lonelyhearts . Ich weiß nicht warum, aber der Titel machte mich so neugierig, dass ich das Buch umgehend kaufte. Nun gut, man könnte bei dem Namen auch auf die Idee kommen, dass es sich um eine Schnulze handelt, aber es wird schnell klar, dass dem nicht so ist - unter anderem weil die Titelperson ein Mann ist, und zwar ein Briefkastenonkel. Als "Miss Lonelyhearts" beantwortet der Journalist (dessen wahren Namen man nie erfährt) die verzweifelten Briefe der Leser einer New Yorker Tageszeitung: Frauen, die von ihren katholischen Männern gezwungen werden, ein Kind nach dem anderen zu gebären, Mädchen, die ohne Nase geboren wurden, Jungs, deren taubstumme Schwestern von ihrem Vergewaltiger schwanger sind. Für Redakteur ...

Free Shit of the Week: Hem/Alabama Shakes

Hem - Funnel Cloud Tyler Lyles neue EP war nicht die einzige, musikbezogene Überraschung der Woche: Die New Yorker Band Hem hat auf Noisetrade ihr letztes Album Funnel Cloud als Download zur Verfügung gestellt. Ich muss gestehen, dass ich bis dato noch nie von Hem gehört habe, aber ihre Musik hat mich sofort verzaubert. Funnel Cloud ist eine wunderschöne Mischung aus Alt.Country und Folk-Pop, mit einem Hauch Jazz und Vaudeville. Der Download beinhaltet auch zwei Songs von ihrem neuen Album Departure and Farewell , das am 2. April erscheint. Besonders gut gefällt mir "Walking Past the Graveyard, Not Breathing", das ein wenig an Fiona Apple erinnert. Beautiful. Alabama Shakes - Always Alright Neues von den Alabama Shakes! Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung von Boys & Girls meldet sich die Band aus Athens mit einem Gratis-Song zurück. "You Ain't Alone" bleibt für mich zwar unerreicht, aber "Always Alright" hat durchaus sei...

Books I've Read: Drew Gilpin Faust - This Republic of Suffering: Death and the American Civil War

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  Der amerikanische Bürgerkrieg ist ein Thema, das mich schon lange interessiert, da wohl kein Ereignis die USA so geprägt hat wie dieses hier. Ken Burns Ausnahme-Dokumentation The Civil War habe ich trotz einer Länge von 11.5 Stunden bestimmt fünf Mal gesehen und auch Thomas Keneallys Confederates habe ich geliebt. Nachdem ich ein Interview mit Drew Gilpin Faust gesehen habe, musste ihr Buch über den Krieg natürlich auch unbedingt lesen. This Republic of Suffering beschäftigt sich mit einem Aspekt des Sezessionskrieges, der trotz seiner Omnipräsenz in der Forschung eher eine Nebenrolle zu spielen scheint: der Tod. In keinem anderen Krieg sind so viele amerikanische Soldaten gestorben wie im Bürgerkrieg; Schätzungen gehen von 600.000, oder aktueller, von 750.000 Toten aus - etwa zwei Prozent der damaligen Gesamtbevölkerung. Allein die schiere Masse der Gefallen wie auch die Tatsache, dass der Krieg vor der eigenen Haustür stattfand, zwang die Bevölkerung, sich mit dem Them...

Heavy Rotation: Tyler Lyle - Expatriates

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  Muss ich eigentlich noch etwas zu Tyler Lyle sagen? In der Vergangenheit habe ich schon kübelweise Lob über ihn ausgeschüttet und jeden halbwegs musikaffinen Freund mit ihm genervt, da ich einfach nicht genug von seiner Musik bekommen kann. Als ich nun am Sonntag gelesen, dass er eine neue EP veröffentlicht hat, bin ich naturgemäß vor Freude im Dreieck gesprungen (nicht wörtlich zu nehmen). Expatriates ist, wie Tyler in den digitalen Liner Notes sagt, ein Übergangswerk für die letzten Tage des Winters, also der perfekte Soundtrack für verschneite Februartage. Zwei der Lieder, "Medusa" und "Werewolf" schon auf dem Halloween Sideshow Bootleg erschienen, das kurzzeitig auf seiner Bandcamp-Seite herunterzuladen war. Wer das verpasst hat, bekommt sie nun doch noch zu hören (es wäre aber auch eine Schande, wenn sie in der Versenkung verschwunden wären). Die Songs sind nachdenklich, aber nicht düster; wie auf seinem Meisterstück The Golden Age & The Si...

Hey, I'm on tumblr.

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Ich verbringe eindeutig zu viel Zeit im Internet. Jetzt habe ich auch noch einen Tumblr gebastelt, weil ich in letzter Zeit ein paar davon verfolgt habe und es ganz cool fand (und heute sonst nichts zu tun hatte). Falls ihr Lust habt, könnt ihr ja mal reinschauen (obwohl es noch nicht viel zu sehen gibt) oder mir eure Adresse mitteilen falls ihr selbst einen habt. Trotzdem hoffe ich, dass es bald Frühling wird und ich wieder mehr Zeit vor der Tür verbringen kann.

Movie Night: Mr. Smith Goes to Washington

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Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich darüber geschrieben, wie sehr ich It's A Wonderful Life mag. Dies war jedoch nicht der erste Film, bei dem Regisseur Frank Capra und Hauptdarsteller James Stewart zusammenarbeiteten. Sieben Jahre zuvor drehten die beiden den Film Mr. Smith Goes to Washington , der sich mit dem politischem System Amerikas auseinandersetzt. Als der Senator eines nicht genannten Staates im Westen stirbt, muss der Gouverneur Happy Hopper einen Nachfolger bestimmen. Der Großunternehmer James Taylor (Edward Arnold) will, dass Hopper den Posten mit seinem Handlanger besetzt, während andere für einen Reformer plädieren. Hopper ist hin- und hergerissen bis seine Kinder beim Abendessen ihren Pfadfinderleiter Jefferson Smith (James Stewart) als Senator vorschlagen. Er ignoriert den Wunsch seiner Sprösslinge, doch als er eine Münze wirft, da er sich nicht entscheiden kann und diese auf der Kante stehen bleibt, direkt neben einem Zeitungsartikel über Smith, ernen...

Records of the Week: Kingsley Flood/Local Natives/Roadkill Ghost Choir

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Kingsley Flood - Battles   Zum ersten Mal wurde ich durch den Long Distance Salvation Sampler auf Kingsley Flood aufmerksam, für den sie "Shut Out the Light" neu vertonten. Als letzte Woche nun ihr neues Album Battles erschienen, hörte ich aus Neugier herein und war gleich angetan von dem Sextett. Der Opener "Don't Change My Mind" ist eine düstere Nummer mit gezupfter Akustigitarre, schweren Klaviertönen und schauerlichen Synthieklängen. Bevor man das alles halbwegs verarbeitet hat, folgt "Sun Gonna Lemme Shine", ein treibender Punksong, der schon fast das Gegenteil zum Vorgänger bildet. Zwischen dieses beiden Polen bewegt sich die Band aus Washington, D.C. auch auf dem Rest des Albums. Besonders erwähnenswert sind noch das düstere "Waiting on the River to Rise", das schmissige "Hard Times for the Quiet Kind", und "The Fire Inside" mit dem ausgedehnten Gitar-rensolo. Battles ist ein durchgängig starkes Album, das...