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Stung by Songs: Tyler Lyle - Wake Up Dear Dreamer (Eternal Return)

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Willkommen zu einer neuen Kategorie, in der ich Songs vorstelle, die mich im Moment besonders bewegen. Dummerweise habe ich mir für den Anfang ein Lied ausgesucht, dass in das man derzeit nicht so ohne weiteres hineinhören kann, aber weil es mich nicht loslässt, habe ich mich trotzdem entschieden, darüber zu schreiben. "Wake Up Dear Dreamer (Eternal Return)" ist der Opener von Tyler Lyles letzter EP The Golden State of Lightness . In Zeiten, in denen ein klassischer Plattenvertrag eher die Ausnahme ist, versteht es Tyler Lyle wie kaum ein anderer, neue Medien zur Verbreitung der eigenen Musik zu nutzen. The Golden Age & The Silver Girl war seinerzeit eines der ersten Alben, die ich auf Bandcamp gekauft habe und sein letztes Album The Native Genius of Desert Plants finanzierte er per Crowdfunding-Kampagne. Aktuell hat Lyle sich etwas ganz Neues ausgedacht, um seiner Musik eine Plattform zu geben: Jeden Monat veröffentlicht er auf Bandcamp eine EP mit durchschnittlich vier...

Books I've Read: Riad Sattouf - The Arab of the Future (and other stuff)

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  Eigentlich hatte ich mir, nachdem ich Ende 2014 Seths It's a Good Life, If You Don't Weaken gelesen habe, vorgenommen, mehr Graphic Novels zu lesen. In den letzten zwölf Monaten ist daraus nichts geworden, aber als am Ende des Jahres die obligatorischen Bestenlisten veröffentlicht wurden, habe ich mal geschaut, was es 2015 alles so Neues gab. Die Graphic Novel, die mich dabei sofort angesprochen hat, war The Arab of the Future von Riad Sattouf. In dem ersten Teil der geplanten Trilogie erzählt Sattouf von seiner frühen Kindheit (1978 bis 1984 um genau zu sein) die er in Libyen, Syrien und Frankreich verbrachte. Sattoufs Vater Abdel-Razak ist Syrer, seine Mutter Clémentine Französin. Die beiden lernen sich an der Sorbonne kennen, wo Abdel promoviert. Zunächst ist Clémentine so gar nicht von dem etwas aufdringlichen, jungen Mann angetan, trifft sich dann aber aus Mitleid mit ihm. Einige Jahre später wird Riad geboren, und sein Vater entscheidet sich, einen Job als Hilf...

2015: The Year in Review

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Je älter man wird, desto schneller vergehen die Jahre - so kommt es mir zumindest vor. Persönlich gab es (glücklicherweise) keine großen Veränderungen. Ich hatte mehr Arbeit als je zuvor, sodass ich leider nicht so viel Zeit hatte für die schönen Dinge des Lebens. Andererseits ist es auch ganz schön, nicht ständig am Hungertuch nagen zu müssen. Neue Alben habe ich mir trotzdem regelmäßig angehört (tatsächlich habe ich beim Blick in mein Last.fm-Archiv festgestellt, dass ich fast nur Neuerscheinungen gehört habe), wenn auch weniger als in den letzten Jahren. Musikalisch war ich mit dem Jahr sehr zufrieden, denn es gab einige Alben, die mir sehr viel gegeben haben, hauptsächlich von alten Favoriten. Aber seht selbst: 15. Dave Rawlings Machine - Nashville Obsolete   Ganze sechs Jahre hat es gedauert, bis Dave Rawlings Machine ihr zweites Album vorlegten. Rawlings und seine Partnerin Gillian Welch harmonieren darin so schön wie eh und je; nur die Songs sind noch e...

Record of the Month: Tyler Lyle - The Native Genius of Desert Plants

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  Das Warten hat ein Ende: Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass Tyler Lyle Anfang des Jahres eine Pledge-Kampagne zur Finanzierung seines neues Albums The Native Genius of Desert Plants gestartet hat, mit der er glücklicherweise 124 Prozent der benötigten Summe eingenommen hat. Nun ist das Album endlich erschienen (die Vinyl-Ausgabe und der Essay-Begleitband lassen allerdings noch auf sich warten). Im Grunde habe ich aber noch viel länger als nur diese fünf Monate gewartet. Lyles letztes Album The Golden Age & The Silver Girl erschien tatsächlich schon 2011 und seit diesem Zeitpunkt wollte ich immer mehr. Ich habe ja schon x-mal erwähnt, dass Golden Age eins meiner liebsten Alben überhaupt ist, sodass ich mich sehr auf den Nachfolger gefreut habe, aber auch Bedenken hatte, ob er mir so gut gefallen würde - auch wenn er zwischenzeitlich einige vielversprechende EPs veröffentlicht hat. The Native Genius of Desert Plants entstand während der dreieinhalb Jahre, die Lyl...

The Month in Review II

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Tja, das mit der Freizeit hat ja nicht lange angehalten, im Gegenteil: Ich habe auf der Arbeit jetzt noch einen weiteren Aufgabenbereich übertragen bekommen, was einerseits ganz spannend ist, andererseits in mir aber auch die Befürchtung weckt, dass ich nie wieder einen Tag frei haben werde. Wobei es schon ganz kurios ist, dass meine Schwerpunkte jetzt auf Kriminalität und Babys liegen. Wie auch immer, hier sind einige Dinge über die ich gerne ausführlicher geschrieben hätte: Gee, that was swell: Am Samstag sind Ruffles und ich nach Hannover gefahren, um uns The Touré-Raichel Collective anzusehen. Dabei handelt es sich um ein Projekt des israelischen Pianisten Idan Raichel und des malischen Gitarristen Vieux Farka Touré. Die beiden Musiker haben sich am Flughafen kennengelernt und später in Israel zusammen gejammt, was in ihrem ersten Album The Tel Aviv Session resultiert ist. Auch im Pavillon haben die beiden, plus Perkussionist Souleymane Kane und Bassist/Violinist Yogev Glusma...

The Month in Review

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Ich bin einigermaßen zufrieden, dass ich im letzten Monat so viele Posts wie seit einem Jahr nicht mehr verfasst habe, wenngleich es immer noch nur halb so viele sind, wie ich eigentlich mindestens gerne schreiben würde. An Material fehlt es mir derzeit nicht, nur an Zeit. Hier sind noch einige Sachen, die ich zumindest kurz erwähnen möchte: It's good to see you again: Meine allerliebste Lieblingssitcom Parks and Recreation ist wieder da! Die schlechte Nachricht: Die aktuelle siebte Staffel ist auch die letzte. Dass sie zudem nur 13 Folgen umfasst, die von NBC auch noch im Doppelpack verheizt werden, macht die Sache nicht gerade besser. Immerhin ist die Serie trotz Zeitsprung ins Jahr 2017 immer noch höchst unterhaltsam. Staffel 3 und 4 bleiben zwar unerreicht, aber dieses warme und flauschige Parks-Gefühl ist immer noch da, vor allem bei "Leslie and Ron" bin ich dahingeschmolzen wie Butter in der Sonne. Die Serie hat mir einfach sehr viele schöne Stunden beschert ...

Heavy Rotation: Tyler Lyle - Ditchdigger

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Es gibt kaum einen besseren Start in den Tag als eine E-Mail von Bandcamp mit dem Hinweis, dass Tyler Lyle über Nacht überraschend eine neue EP veröffentlicht hat. Im Moment hinke ich bei Neuerscheinungen hoffnungslos hinterher, aber Ditchdigger musste ich mir umgehend anhören. Ich meine, fuck, Tyler Lyle! Zumal die Veröffentlichung seiner letzten EP Expatriates ja auch schon wieder ein gutes Jahr her ist (von Alben fange ich hier jetzt gar nicht an...). Nichtsdestotrotz finden sich auf Ditchdigger einige Anknüpfungspunkte an Expatriates : Es gibt (noch) eine Version von "Werewolf" und der Refrain des Titelsongs war auch schon bei "Rodanthe" zu hören. Ansonsten hat sich Lyle aber thematisch von der Mythologie verabschiedet und ist im Hier und Jetzt angekommen. Auch musikalisch betrachtet ist Ditchdigger "moderner", wenn man so will. "A Song to Sing" präsentiert sich überraschend frisch und poppig (und ein bisschen Vampire-Weekend-artig...

Heavy Rotation: Tyler Lyle - Expatriates

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  Muss ich eigentlich noch etwas zu Tyler Lyle sagen? In der Vergangenheit habe ich schon kübelweise Lob über ihn ausgeschüttet und jeden halbwegs musikaffinen Freund mit ihm genervt, da ich einfach nicht genug von seiner Musik bekommen kann. Als ich nun am Sonntag gelesen, dass er eine neue EP veröffentlicht hat, bin ich naturgemäß vor Freude im Dreieck gesprungen (nicht wörtlich zu nehmen). Expatriates ist, wie Tyler in den digitalen Liner Notes sagt, ein Übergangswerk für die letzten Tage des Winters, also der perfekte Soundtrack für verschneite Februartage. Zwei der Lieder, "Medusa" und "Werewolf" schon auf dem Halloween Sideshow Bootleg erschienen, das kurzzeitig auf seiner Bandcamp-Seite herunterzuladen war. Wer das verpasst hat, bekommt sie nun doch noch zu hören (es wäre aber auch eine Schande, wenn sie in der Versenkung verschwunden wären). Die Songs sind nachdenklich, aber nicht düster; wie auf seinem Meisterstück The Golden Age & The Si...

Heavy Rotation: Live at Eddie's Attic

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Als weltgrößter Tyler-Lyle-Fan ist es natürlich keine Überraschung, dass auch seine neueste Veröffentlichung Live at Eddie's Attic bei mir rauf und runter läuft. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um ein Livealbum, das im Januar und May diesen Jahres in einem Club in Decatur, Georgia (sein Heimatstaat) aufgenommen wurde. Netterweise stellt Tyler das Album kostenlos zur Verfügung, um sich bei seinen Fans dafür zu bedanken, dass er Vollzeitmusiker sein kann. Ich finde es großartig, dass Tyler von seiner Musik leben und sich auf sein neues Album konzentrieren kann, ich bin schon sehr gespannt auf seine neuen Stücke. Livealben können ein ziemlicher Reinfall sein, wenn der Künstler seinen Songs auf der Bühne keine neue Seite abgewinnen kann. Glücklicherweise ist das bei Tyler nicht so. In Eddie's Attic spielt er reduzierte Akustikversionen, was natürlich daran liegen mag, dass er "nur" von Multiinstrumentalist Thomas Lockwood begleitet wird. Das bekommt den...

Today I Like... William Elliott Whitmore & Tyler Lyle

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William Elliott Whitmore Einerseits ist es schon merkwürdig, dass ich erst bei seiner dritten Daytrotter -Session auf den guten Mann aufmerksam geworden bin, andererseits, wie heißt es doch so schön: Besser spät als nie. Wenn ich William Elliott Whitmore höre denke ich an den letzten Streifen einer glutroten Sonne, die hinter der langen, flachen, schwarzen Prairie verschwindet und einen Mann mit Banjo, der sich allein vor einem funkensprühenden Lagerfeuer die Seele aus dem Leib singt. Okay, vielleicht ein etwas klischeehaftes Bild, aber Whitmores Songs sind definitiv von der roughness und hardship der Landschaft geprägt, in der er aufgewachsen ist: Lee County, Iowa. Rau beschreibt Whitmores Musik dann auch am besten. Da ist zum einen natürlich seine Stimme, deren Vergleich mit Tom Waits definitiv naheliegend ist. Musikalische Vergleiche würde ich viel früher ansiedeln: Charley Patton und Charlie Poole fallen mir spontan ein (oder unter den Zeitgenossen: Lucero, Ryan Bi...