Litauen VI: The Morning I Got to Hell (Teil 2)
Am Samstag habe ich erstmal länger geschlafen, in erster Linie, weil die anderen alle zur selben Zeit aufgestanden sind und ich gewartet habe, bis das Bad frei war. Danach habe ich mich daran gemacht, meinen eigentlichen Plan vom Vortag aufzugreifen und mir das Museum der Genozidopfer anzusehen. Auf dem Weg dorthin kam ich am Rathaus vorbei, wo ich eine wunderbar klingende Musik vernahm. Auf den Stufen saß ein Jugendorchester, das hauptsächlich Flöten und, festhalten, ziemlich große Hackbretter spielte. Ich hatte noch nie solche Hackbretter „live“ gesehen, geschweige denn gehört und war ganz fasziniert. Wenn ich das Orchester hörte, sah ich tiefe, dunkle Wälder und Feen vor meinem geistigen Auge, ein echter Mittsommernachtstraum. Leider waren sie noch bei der Probe und nach einem Stück war alles vorbei. Ich wartete bestimmt noch 20 Minuten vergeblich darauf, dass sie noch einmal etwas anstimmten, bevor ich weiter ging. Das Museum befindet sich in der Gediminos Prospektas, d...