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Books I've Read: Evelyn Waugh - Tod in Hollywood

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  Neulich habe ich mich mal wieder daran gemacht, meinen Stapel ungelesener Bücher abzuarbeiten und mir Tod in Hollywood von Evelyn Waugh herausgepickt. Ein Buch, das schmal ist, es aber faustdick hinter den Ohren hat. Diese Geschichte ist abgrundtief böse. Entstanden ist Tod in Hollywood während eines USA-Aufenthalts von Waugh und seiner Frau. MGM wollte dem Schriftsteller die Filmrechte für Brideshead Revisited abkaufen, der jedoch nicht bereit war, sie abzutreten. Das ließ er MGM jedoch erst wissen, nachdem sie ihm einige Wochen Urlaub in Kalifornien spendiert hatten. Waugh kritisierte, dass die Amerikaner Brideshead nur als Liebesgeschichte sähen und die theologischen Aspekte außen vor lassen wollten. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet die englische Verfilmung viele Jahre später Brideshead auf eine Liebesgeschichte reduziert und die religiöse Thematik weitgehend ignoriert .   Tod in Hollywood ist Waughs Abrechnung mit der amerikanischen Gesell...

Movie Night: Brideshead Revisited

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Eigentlich wollte ich diesen Film nicht sehen. Brideshead Revisited von Evelyn Waugh ist eins meiner Lieblingsbücher und allein die Vorstellung, dass jemand es wagen könnte einen Film daraus zu machen schien mir absurd. So etwas kann ja nur in die Hose gehen. Doch dann erfuhr ich, dass Ben Whishaw dort mitspielt, von dem ich seit Bright Star ein großer Fan bin. Dass er aber ausgerechnet Sebastian Flyte spielt hat mich schon erstaunt, denn den hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Er hat seine Sache aber sehr gut gemacht und die richtige Balance zwischen Dandy und ewigem Kind gefunden. Um es kurz zu machen: Der Film ist ganz okay aber keine Meisterleistung. Ich denke, es ist auch einfach unmöglich, ein so komplexes Buch in zwei Stunden Film zu packen, zumal es in erster Linie von den Figuren lebt und nicht übermäßig viel Handlung hat. So bleiben die Charaktere im Film eher oberflächlich und auch undurchsichtig. Was mich jedoch am meisten gestört hat ist, dass die Geschichte fa...

Litauen VII: Von Aleph bis Zappa

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Nach dem ganzen Horror musste ich mich erstmal ablenken und bin ins „Tiger“ gegangen, um Mitbringsel für die Familie zu kaufen. Dort findet man alles von Schreibwaren über Spielsachen bis hin zu Küchengeräten. So ähnliche Geschäfte hatte es auch in Melbourne gegeben und ich habe sie geliebt, aber im Gegensatz zu Melbourne war in Vilnius alles bezahlbar, einzig der Platzmangel in meiner Tasche verhinderte ein shopping spree . Anschließend habe ich mich daran gemacht, alle jene Sehenswürdigkeiten abzuklappern, die mir bisher noch fehlten. Zuerst machte ich einen Abstecher zur Büste von Frank Zappa, die man vielleicht nicht unbedingt in Vilnius erwartet, but there it is . Meines Wissens ist es das erste Denkmal von Zappa außerhalb der Vereinigten Staaten. Danach ging es weiter zum ehemaligen YIVO-Institut, das am westlichen Rand der Altstadt liegt. Das war ein bedeutender Ort für das Jiddische, aber heute gibt es nichts, das daran erinnert. Das Gebäude ist nicht mehr ganz taufrisc...