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Books I've Read: W.G. Sebald - Die Ringe des Saturn

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  Als ich mehr oder weniger zufällig in einer Buchhandlung auf W.G. Sebalds Buch Die Ringe des Saturn stieß, habe ich nicht lange gezögert es zu kaufen (trotz all der ungelesenen Bücher, die noch auf meinen Regalbrettern ihr Dasein fristen) - wohl aber damit, es auch zu lesen. Bei dem 1997 erschienenen Werk handelt es sich um einen Reisebericht über Sebalds Wanderungen durch die englische Grafschaft Suffolk. Möglicherweise erinnert ihr euch noch, wie besessen ich von Austerlitz war und wie überwältigend das Verlangen damals, nach Belgien zu fahren. Ich hatte ein wenig Angst, dass mir das wieder passiert, sodass es einige Monate gedauert hat, bis ich mich an Saturn herangetraut habe. Der Trost, wenn man so will, war, dass Sebald in seinem Buch eigentlich nur sehr wenig über Suffolk schreibt. Meistens geht es um die Gedanken, die ihn während der Reise ereilen, was schließlich in einer seitenlangen Evaluation eines bestimmten Themas endet. Oft erinnert er sich auch an verga...

A Belgian Excursion: Watch Those Patterns Repeat

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Nach dem Horror von Breendonk musste ich mich unbedingt mit etwas Schönem ablenken, also machte ich mich, nachdem ich wieder in Antwerpen war, auf zum Rubenshaus. Es war allerdings nicht nur das Interesse an der Kunst, das mich bewog, mir die ehemaligen Wirkungsstätte des großen Malers anzusehen, es waren auch persönliche Gründe. Dafür muss ich ein wenig ausholen. Ich denke, ein Grund, warum Austerlitz so einen Nerv bei mir getroffen hat ist, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt eh mit den Themen Erinnerung und Familie auseinandergesetzt habe. Eines Tages erreichten wir als Familie einen Punkt an dem uns klar wurde, dass wir nur sehr wenig über das Leben wissen, dass meine Großeltern väterlicherseits bis zu den 1950ern geführt haben. Leider bemerkt man so etwas immer erst, wenn es (fast) zu spät ist, aber dennoch waren wir fest entschlossen, so viel herauszufinden wie möglich. Das Ergebnis war jedoch relativ enttäuschend: Zu viel Zeit war vergangen, und zu viele Erinnerungen war...

A Belgian Excursion: When Satan Came to Flanders

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Für den zweiten Tag stand zunächst die Mission Breendonk auf dem Programm. Nachdem abends zuvor alle ausgegangen waren und das Wlan einigermaßen funktionierte und mir eingefallen war, dass man auf der Seite der Deutschen Bahn auch nach Auslandsverbindungen suchen kann, wusste ich endlich wie und wann ich nach Willebroek komme. Die Verbindung war sogar recht gut, mit einem nur sechsminütigen Aufenthalt in Mechelen, sodass es sich nicht lohnte, mit dem Bus von dort nach Willebroek zu fahren. In weiser Voraussicht war ich schon eine halbe Stunde vor Abfahrt zur Centraal Station gekommen, denn vor den zwei Automaten und den drei offenen Schaltern hatten sich bereits lange Schlangen gebildet. Zunächst stellte ich mich bei den Automaten an, aber dieser wollte meine Karte nicht akzeptieren, sodass ich es doch auf die traditionelle Weise machen musste. Ich geriet schon ein bisschen in Panik, ob ich es noch rechtzeitig schaffen würde, angesichts der vielen Personen vor mir, und auch ein ä...

A Belgian Excursion: The House That Heaven Built

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Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, dass man sie in Belgien braucht: Insektenspray. Tatsächlich wimmelte es im Hostelzimmer nur so von Mücken, die nicht nur meinen Schlaf störten, sondern auch nach meinem Blut trachteten (soviel zu der Theorie, dass man entweder von Zecken oder Mücken gestochen wird). Das führte dazu, dass irgendwer die Terassentür schloss, woraufhin es im Zimmer ungeheuer heiß und stickig wurde. Nichtsdestotrotz war ich nach etwa 10 Stunden Schlaf recht guter Dinge am nächsten Morgen. Das änderte sich jedoch, als ich frühstückte. Es gab Instantkaffee und Cornflakes (und Brot, wenn ich gewollt hätte), was ein sehr löbliches Angebot ist. Tatsächlich war das Angebot schon fast zu groß, denn als ich einen großen Löffel Cornflakes in meinen Mund schaufelte, stellte ich fest, dass ich keine Milch in die Schüssel gegeben hatte, sondern Buttermilch. Igitt! Zu allem Überfluss saß auch noch ein Australier mit mir am Tisch, gegenüber dem ich mir nicht die Blöße geben wollt...