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My Own Private Odyssey: Thanatos/Epilogue

Die letzte Nacht im Hostel war mal wieder zum Vergessen. Der Mann über mir drehte sich gefühlt alle 30 Sekunden auf die anderen Seite, wobei das Bett jedes Mal lautstark quietschte und wackelte. Für gewöhnlich schlafe ich ja lieber unten, aber wenn so etwas passiert, dann habe ich immer irgendwie Angst, dass das Stockbett zusammenbricht und ich zerquetscht werde. Ganz abgesehen davon, dass an Durchschlafen so nicht zu denken war. Die beiden Brasilianer kamen gegen 5.30 Uhr morgens zurück und dachten überhaupt nicht daran, Rücksicht auf ihre schlafenden Zimmergenossen zu nehmen. Da ich aber um 5.45 Uhr eh aufstehen musste, war es nicht ganz so schlimm für mich. Der Nachteil war, dass das Haupthaus inklusive Küche zu diesem Zeitpunkt noch geschlossen hatte, sodass ich auf meinen frühmorgendlichen Koffeinkick verzichten musste. Nicht gut. Der Bus zum Flughafen fuhr vom Weißen Turm ab, sodass ich erst einmal eine knappe halbe Stunde zur Haltestelle laufen musste. Wenigstens ging es d...

My Own Private Odyssey: Camera Obscura

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An einem letzten Tag wollte ich noch ein paar Museen besichtigen, denn Thessaloniki hat einige ganz interessante. Petr hatte gefragt, ob ich mit ihm ins Archäologiemuseum wollte, aber mein Bedarf an Urnen und Statuen war gedeckt und ich machte mich ohnehin lieber auf eigene Faust auf den Weg. Zunächst ging ich noch einmal zur Agia Sofia, da sie im Inneren ihrem großen Namensvetter in Istanbul ähnelt sollte. Nun war es so, dass es immer noch 40 Grad im Schatten waren und ich daher Shorts angezogen hatte (meine beiden langen Hosen waren außerdem dreckig). Als ich jedoch am Eingang stand, war dort ein ganz Liste mit Dingen aufgeführt, die verboten sind, unter anderem das Betreten der Kirche in Shorts. Ich hatte blöderweise meinen Sarong Zuhause vergessen und das Tuch, das ich dabei hatte, entpuppte sich als zu klein, um es um meine Beine zu wickeln. Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht eingesehen habe, was das alles soll. Aber es war auch egal, denn als ich noch so am Eingang stand ...

My Own Private Odyssey: The Sun Also Sets

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Für meinen ersten Tag in Thessaloniki hatte ich mir vorgenommen, alle Sehenswürdigkeiten mit Ausnahme der Museen abzulaufen. Was mir den Start in den Tag versüßte, war das Frühstücksbuffet im Hostel. Da ich die schlafenden Männer nicht wecken wollte und es zudem so eng war in dem Raum, griff ich auf das hauseigene Angebot zurück, zumal es nur zwei Euro kostete. Das war ein fairer Preis, denn neben den üblichen Verdächtigen wie Cornflakes und Brot gab es auch kleine mit Käse gefüllte Pasteten, die sehr lecker waren. Die Stärkung war auch bitter nötig, denn meine erste Station war die byzantinische Stadtmauer, die oben auf dem Hügel liegt. Die Mauer entstand im fünften Jahrhundert; 900 Jahre später wurde sie noch erneuerte und 1821 mit den Grabsteinen vom jüdischen Friedhof verstärkt. Zu Fuß waren es nur etwa zehn Minuten vom Hostel, aber der Anstieg war nicht zu unterschätzen. Belohnt wurde man dafür mit einem sensationellen Ausblick über Thessaloniki: Ich ging die Mauer R...

My Own Private Odyssey: Go Down to the Water

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Am nächsten Tag hieß es also Abschied nehmen von Athen. Ich freute mich vor allem, das Hostel zu verlassen, ganz besonders nachdem ich morgens in die Küche kam und nicht eine Tasse vorfinden konnte, nicht einmal eine schmutzige. So musste ich meinen Kaffee wohl oder übel aus einer Schüssel trinken. Sehr französisch. Aber auch sonst fiel es mir nicht so schwer, mich auf den Weg zu machen. Versteht mich nicht falsch, Athen ist eine wirklich tolle Stadt, aber in den letzten beiden Tagen hatte ich mich schon ein bisschen gelangweilt (außerdem war ich ziemlich unzufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis der meisten Museen). Ich denke, drei bis vier Tage reichen aus, um das Wichtigste zu sehen. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich auch zwei Tage früher nach Thessaloniki fahren können - theoretisch zumindest. Praktisch war es so, dass am Donnerstag (als ich unter anderem auf dem Lykavittos war) Generalstreik herrschte, womit die Gewerkschaften ihre Sympathien mit den ERT-Angestellten au...