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Posts mit dem Label "Records of the Week" werden angezeigt.

Records of the Month: Patty Griffin & Dave Rawlings Machine

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Patty Griffin - Servant of Love Bei Servant of Love hatte ich zunächst dasselbe Problem wie bei dem neuen Album von Iris DeMent: Weil der Vorgänger American Kid mir auf einer persönlichen Ebene so viel bedeutet hat, habe ich mich mit ihren neuen Scheibe zunächst schwer getan. "Das klingt ja ganz anders", dachte ich im ersten Moment enttäuscht, bis ich nach einige Durchgängen gemerkt habe, dass dieses anders alle andere als schlecht ist. Während das von ihrer Familie inspirierte American Kid (noch eine Parallele zu DeMents Sing the Delta ) von einem warmen Country und Folk-Sound geprägt ist, geht Servant of Love eher in Richtung Blues und Jazz. Es ist zudem noch spartanischer und ungleich rauer. Mein Lieblingslied ist das an Tom Waits erinnernde "Noble Ground" mit seinen wiederholenden Gitarrenakkorden, dem jazzigen Klavier und der dezenten Trompete, bei dem Griffins Stimme richtig glänzen darf. Es gibt Blues-Rock wie bei "Hurt a Little While" und...

Record of the Month: Iris DeMent - The Trackless Woods

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  Das war vielleicht eine Überraschung, als Iris DeMent verkündete, dass am 7. August ihr neues Album The Trackless Woods erscheint, schließlich ist die Veröffentlichung von Sing the Delta gerade mal drei Jahre her - kein besonders langer Zeitraum, wenn man bedenkt, dass zwischen Sing the Delta und dem Vorgänger Lifeline acht Jahre liegen. Und noch bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Lifeline "nur" ein Cover-Album ist und das letzte Album mit Originalsongs schon 1996 erschienen ist. Kurz gesagt: Alben von Iris DeMent sind eine ziemliche Rarität. Dass The Trackless Woods nun verhältnismäßig schnell folgte, mag daran liegen, dass nur die Musik von DeMent ist. Bei den Texten handelt es sich um Gedichte der russischen Dichterin Anna Akhmatova. Es mutet schon ungewöhnlich an, dass eine amerikanische Countrysängerin eine russische Dichterin vertont, ist aber wohl darin begründet, dass DeMents Adoptivtochter aus Russland stammt. Akhmatova selbst gilt als eine der bede...

Record of the Month: Jason Isbell - Something More Than Free

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  Wenn ich an das neue Album von Jason Isbell denke, dann denke ich auch manchmal an die zentrale Zeile von "Amazing Grace": I was blind but now I see. Bei Something More Than Free war ich zunächst tatsächlich so etwas wie blind: Ich habe es zwar gehört, aber ich habe nicht wirklich hingehört. Ich habe es zu sehr mit Southeastern verglichen und es nicht als selbstständiges Album gesehen. Vielleicht ist das generell ein Problem, wenn der Vorgänger absolut phänomenal war, dass man sich einfach nicht so recht davon lösen kann. Die Lieder von Something More Than Free haben mich nicht so unmittelbar umgehauen wie die auf Southeastern , doch irgendwann bemerkte ich, wie die Melodien von "If It Takes a Lifetime" oder "Children of Children" plötzlich in meinem Kopf auftauchten - sie hatten sich dort festgesetzt, ohne dass es mir wirklich bewusst war. Plötzlich konnte ich das Album als eigenständiges Werk sehen, und was passierte? I had a massive crush , wie b...

Record of the Month: Tyler Lyle - The Native Genius of Desert Plants

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  Das Warten hat ein Ende: Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass Tyler Lyle Anfang des Jahres eine Pledge-Kampagne zur Finanzierung seines neues Albums The Native Genius of Desert Plants gestartet hat, mit der er glücklicherweise 124 Prozent der benötigten Summe eingenommen hat. Nun ist das Album endlich erschienen (die Vinyl-Ausgabe und der Essay-Begleitband lassen allerdings noch auf sich warten). Im Grunde habe ich aber noch viel länger als nur diese fünf Monate gewartet. Lyles letztes Album The Golden Age & The Silver Girl erschien tatsächlich schon 2011 und seit diesem Zeitpunkt wollte ich immer mehr. Ich habe ja schon x-mal erwähnt, dass Golden Age eins meiner liebsten Alben überhaupt ist, sodass ich mich sehr auf den Nachfolger gefreut habe, aber auch Bedenken hatte, ob er mir so gut gefallen würde - auch wenn er zwischenzeitlich einige vielversprechende EPs veröffentlicht hat. The Native Genius of Desert Plants entstand während der dreieinhalb Jahre, die Lyl...

Record of the Month: Sufjan Stevens - Carrie & Lowell

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Die besten Künstler sind wohl die, die einen immer wieder aufs Neue überraschen. Auch Sufjan Stevens fällt in diese Kategorie. Nach seinem, wie er selbst sagte, "maximalistischen" letzten Album Age of Adz mit seinen überbordenen Arrangements und Songs von 25 Minuten Länge konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wo seine Reise als nächstes hingehen soll, denn mehr war ja praktisch unmöglich. Das letzte, was ich von allerdings erwartet habe, ist ein schlichtes Folk-Album. Diese Phase seiner Entwicklung schien längst abgeschlossen zu sein. Nun ist sein neuestes Werk Carrie & Lowell aber tatsächlich ein schlichtes Folk-Album, das in seiner Reduziertheit nur mit Seven Swans von 2004 vergleichbar ist. Und auch thematisch knüpft Stevens hier an vergangenes an, denn im Zentrum steht seine Familie - genauer gesagt seine Mutter und sein Stiefvater: Carrie und Lowell. Stevens' Mutter verstarb 2012 und in diesen elf Songs versucht er, mit ihrem Tod umzugehe...

Records of the Month: Joe Pug - Windfall und Lady Lamb - After

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Es ist der erste April und der erste Schwung der Frühjahrsneuerscheinungen ist durch. Natürlich bin ich mal wieder ein wenig im Verzug mit dem Hören, was allerdings auch daran liegt, dass manche Alben so gut waren, dass ich sie mir immer und immer wieder anhören wollte. Besonders schön ist, dass so viele meiner Lieblingskünstler in diesem Frühling neue Alben herausbringen, unter anderem auch Joe Pug und Lady Lamb. Joe Pug - Windfall Seit Jahren rede ich immer wieder davon, was für ein großartiger Musiker Joe Pug ist. Viel hat sich seitdem nicht getan: Er ist immer noch ziemlich unbekannt und eine Europa-Tour ist auch nicht in Sicht. In den USA tourte er jedoch sehr regelmäßig, mit dem Ergebnis, dass er Ende 2013 ziemlich ausgebrannt und kurz davor war, die Musik aufzugeben. Glücklicherweise ist es nicht soweit gekommen, sodass mit Windfall jetzt sein inzwischen drittes Album erschienen ist. Die Zweifel, die ihn zwischenzeitlich plagten, sind aber sehr präsent in de...

Records of the Month: Bob Dylan/Father John Misty/Rhiannon Giddens

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Bob Dylan - Shadows in the Night Ich habe es schon häufiger gesagt: Bob Dylan wäre nicht Bob Dylan, wenn er nicht immer wieder für eine Überraschung gut wäre. Auf seinem neuesten Album Shadows in the Night etwa interpretiert er zehn Songs aus dem Great American Songbook, die in erster Linie durch Frank Sinatra bekannt geworden sind. Der Aufschrei folgte natürlich auf dem Fuß: "Bob Dylan singt Sinatra? Der kann doch gar nicht singen!" usw. usw. Ich habe mich hingegen ziemlich darauf gefreut, seit ich "Full Moon and Empty Arms" aus dem Album im letzten Sommer zu ersten Mal gehört habe. Wer Bob Dylans Stimme nicht mag, wird auch durch Shadows in the Night seine Meinung nicht ändern. Wer beim Gesang jedoch eher Wert auf Ausdruck als auf Schönheit legt, für den hat diese Platte einiges zu bieten. Weil Bob Dylan wirklich Stimmungen transportieren kann, sei es eine tiefe Melancholie, die die meisten der Stücke prägt, oder eine leichte Verschmitzheit, wie i...

What I've been listening to lately

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Aus Gründen, die wohl nur die Musikindustrie kennt, erscheint der größte Teil an interessanten Alben im März/April und im September. Auch in diesem Jahr ist wieder eine Lawine von Neuerscheinungen über mich hereingebrochen, mit dem Ergebnis, dass ich mir noch nicht alle Alben anhören konnte, die mich anhören wollte, und die, ich bisher gehört habe, mir auch nicht sooo oft zu Gemüte geführt habe. Das hält mich jedoch nicht davon ab, einige von ihnen weiterzuempfehlen (oder auch nicht). Shovels & Rope - Swimmin' Time : Aufmerksame Leser werden sich daran erinnern, wie sehr ich O' Be Joyful liebe und wie es mich an den Rand der Ektase gebracht hat, Shovels & Rope auf dem Crossing Border live zu erleben. Auch auf dem Nachfolger Swimmin' Time bieten Michael Trent und Cary Ann Hearst feinstes Americana und noch mehr, von Rock'n'Roll-Anklängen in "Coping Mechanism" bis zu den dröhnenden Gitarren von "Ohio". Zwar fehlt ein Killersong wi...

Records of the Month: Invisible Hour/Wild Animals

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Bevor im September eine Lawine von interessanten Alben über uns/mich hereinbricht, kommen wir hier noch zu den beiden Alben, die ich im letzten Monat am häufigsten gehört habe: Joe Henry - Invisible Hour   Die Arbeit von Joe Henry kenne ich schon länger, als mir bewusst ist, schließlich hat er mehrere von mir sehr geschätzte Alben produziert, darunter The Forgotten Arm von Aimee Mann, Strange Weirdos von Loudon Wainwright III, Genuine Negro Jig von den Carolina Chocolate Drops oder zuletzt Tooth & Nail von Billy Bragg. Von seinen Solosachen kenne ich bisher nur Blood From Stars , was mich jedoch sehr beeindruckt hat, insbesondere "Bellwether". Auf seinem 13. Album Invisible Hour widmet sich Henry dem Thema Ehe, doch die Lieder sind alles andere romantisch, sondern eher reflektierend, fast schon philosophisch. Musikalisch ist es weniger jazzig als Stars - doch auch wenn man es am ehesten im Folk-Bereich einordnen kann ist Invisible Hour alles andere als schlicht...

Records of the Month: John Fullbright/Strand of Oaks/The Both

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John Fullbright - Songs Der Titel Songs könnte nicht schlichter sein, und doch hat John Fullbrights neues Album es in sich. Bereits mit seinem Debüt From the Ground Up stellte der Songwriter aus Okemah, Oklahoma (yep, der Heimatort von Woody Guthrie) unter Beweis, dass es bei ihm um ein außergewöhnliches Talent handelt. Songs fußt ebenfalls tief in der amerikanischen Musiktradition, auch wenn hier weniger Blues und Randy Newman zu finden sind als auf dem Vorgänger. Dafür treten die Einflüsse durch den frühen Tom Waits hier noch deutlich zu Tage, insbesondere bei dem zarten Very First Time . Das soll aber nicht heißen, dass Fullbright kein Songwriter in his own right ist. Seine Texte sind ehrlich und berührend, seine Mischung aus Folk und Country klingt frisch und unverfälscht und zeigt ein großartiges Gespür für Melodien, egal ob nun die Gitarre oder das Klavier Hauptinstrument sind.  Bitte weiter so. Strand of Oaks - HEAL Ich werde nicht lügen, an...

Records of the Month: First Aid Kit/Andrew Bird/Ryan Tanner

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I'm not in the mood for writing , aber es gibt einige Alben aus diesem Monat, die ich euch unbedingt weiterempfehlen möchte. Vielleicht führe es noch aus, wenn ich irgendwann einmal meine Kreativität wieder finde. First Aid Kit - Stay Gold: Seit die Söderberg-Schwestern 2008 ihre Version von "Tiger Mountain Peasant Song" auf YouTube hochgeladen haben, scheint es für die Karriere der Schwedinnen nur noch eine Richtung zu geben: Steil nach oben. Ihr drittes Album Stay Gold fußt wie auch die Vorgänger tief in der Countrytradition - diesmal jedoch hat Produzent Mike Mogis bei den Arrangements noch einmal eine Schüppe draufgelegt. Das ist manchmal ein bisschen zuviel des Guten und angesichts des umwerfenden Harmoniegesangs von Klara und Johanna auch völlig unnötig. Dennoch handelt es sich bei Stay Gold um ein sehr schönes Album mit verführerischen Melodien. Anspieltipps: Master Pretender, Cedar Lane, The Bell Andrew Bird - Things Are Really Great Here,...

Records of the Month: Gold Fever/Fortune/With Light and With Love

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little hurricane - Gold Fever little hurricane waren 2011 für mich eine der Überraschungen des Jahres. Zu einer Zeit, wo plötzlich jede Band in Richtung Elektro zu gehen schien, war es sehr erfrischend, ein Duo zu hören, dass den guten alten Blues spielte. Gitarre, Drums, gelegentlich noch ein Mandoline - hier war weniger wirklich mehr. Nach drei langen Jahren des Wartens brachten Tone und CC jetzt ihr zweites Album Gold Fever heraus, das sich immer noch auf den Blues konzentriert, aber auch einige Weiterentwicklungen zu bieten hat. "Boiling Water" etwa ist ein ruhigeres Stück mit Brass Section, das ein bisschen an Lucero erinnert, "Sorry Son" beginnt mit einem pizzicato-Teil der Streicher, bevor CC mit dem Schlagzeug dazustößt. Erst im letzten Teil des Songs tritt dann auch die Gitarre kurzzeitig in der Vordergrund. Dennoch wissen little hurricane natürlich, wie man richtig schön rockt. "Summer Air" und "Grand Canyon" erinnern an d...

Records of the Week: 3rd/Teeth Dreams

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The Baseball Project - 3rd Wer mich kennt weiß, dass ich mit Sport nicht viel anfangen kann. Genau genommen überhaupt nichts. Von daher hätte ich mir nie die Alben einer Band namens The Baseball Project angehört, wenn eins der Mitglieder nicht Scott McCaughey wäre, Kopf von The Minus 5 und The Young Fresh Fellows, Ex-Aushilfsgitarrist von R.E.M. und Angehörger diverser anderer musikalischer Vereinigungen. Anfangs war ich skeptisch, da ich fast nichts über Baseball weiß (es dafür aber auch nicht so sehr hasse wie, sagen wir mal, Fußball), aber McCaughey und seine Kollegen Steve Wynn, Peter Buck und Linda Pitmon waren so nett, ihre Songs im Booklet für unbedarfte Europäer zu erklären. Wie sich herausstellte, hat Baseball tatsächlich eine Vielzahl unglaublicher Geschichten zu bieten, die das Quartett in unglaubliche Songs verwandelt hat. Da ist Harvey Haddix, der 12 perfekte Innings warf und im 13. scheiterte, da ist Sandy Koufax, der sich zwischen Gesundheit und Karriere e...

Records of the Week: St. Vincent/English Oceans

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St. Vincent - St. Vincent   Eigentlich sollte mir dieses Album nicht gefallen: Erstens hege ich eine Abneigung gegen selbstbetitelte Scheiben und zweitens bin ich nun nicht gerade der weltgrößte Synthie-Fan, um es mal vorsichtig ausdrücken. Doch ich war ein großer Fan von Love This Giant , St. Vincents Kollaboration mit David Byrne, und da sich die Kritiker mit Lob über St. Vincent fast überschlagen habe, habe ich es mir trotz aller Bedenken angehört. Auf ihrem vierten Album hat Annie Clark ihr Alter Ego auf das nächste Level gehoben. Die neue St. Vincent sieht aus wie eine Kreuzung aus Königin und verrücktem Wissenschaftler: Majestätisch sitzt sie auf ihrem Thron, wilde graue Locken wuchern auf ihrem Kopf wie eine Krone. Ähnlich hochfliegend wie ihre Frisur waren auch Clarks Plane für das neue Album: Es solle eine Party-Platte werden, die man auch auf Beerdigungen spielen kann. Kann das alles gut gehen? Es kann. Zwar fühlt man sich im ersten Moment völlig erschlage...

Records of the Month: Rosanne Cash/Sharon Jones/Damien Jurado

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Rosanne Cash - The River & The Thread Obwohl ich ein großer Fan von Johnny Cash bin, habe ich mir nie die Alben seiner Tochter Rosanne angehört, vielleicht weil ich Eltern und Kind unweigerlich vergleiche und das "Kind" dann meist den kürzeren zieht. Die vielen sehr postiven Kritiken haben mich dann doch neugierig auf Cashs neues Album gemacht und was soll ich sagen: Meine Befürchtungen haben sich als unbegründet erwiesen, denn The River & The Thread ist ein ganz vorzügliches Album. Es ist sogar so gut, dass ich beim Hören nicht einmal an Johnny Cash gedacht habe, obwohl ihr musikalisches Erbe überdeutlich wird. Für The River & The Thread hat Cash sich nämlich von ihren Reisen durch den amerikanischen Süden inspieren lassen. Doch obwohl das Album durch und durch Americana ist, ist es etwas ganz eigenständiges. Die Musik ist mal moderner, mal traditioneller - wie Cashs Geschichten, die sowohl von der Gegenwart erzählen als auch tief in die Vergangenheit zur...

Records of the Season: Mavis Staples, Jason Isbell, Vampire Weekend, Laura Marling

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"Records of the Season", so weit ist es jetzt also schon gekommen. Ich weiß, dass ich in letzter Zeit erschreckend wenig über Musik geschrieben habe, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich von den meisten Neuerscheinungen in diesem Jahr ziemlich underwhelmed war. Nun hatte ich, zumindest vor den Ferien, nicht übermäßig viel Zeit zum Musik hören, sodass ich alle Alben links liegen gelassen habe, die mich nicht spätestens beim dritten Durchgang wenigstens einen Moment lang gefesselt haben. Keine Chance für Grower also. Und vielleicht der Grund, warum selbst alte Lieblinge wie Dawes, Iron & Wine oder The National nicht bei mir hängen geblieben sind. Nichtsdestotrotz gibt es auch einige Alben, die mich begeistert haben und diese möchte ich nicht unerwähnt lassen. Mavis Staples - One True Vine Für mich persönlich war dies die wahrscheinlich am sehnsüchtigsten erwartete Release des Jahres, denn auf One True Vine hat Mavis Staples wieder mit niemand anderem al...

Records of the Week: Kingsley Flood/Local Natives/Roadkill Ghost Choir

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Kingsley Flood - Battles   Zum ersten Mal wurde ich durch den Long Distance Salvation Sampler auf Kingsley Flood aufmerksam, für den sie "Shut Out the Light" neu vertonten. Als letzte Woche nun ihr neues Album Battles erschienen, hörte ich aus Neugier herein und war gleich angetan von dem Sextett. Der Opener "Don't Change My Mind" ist eine düstere Nummer mit gezupfter Akustigitarre, schweren Klaviertönen und schauerlichen Synthieklängen. Bevor man das alles halbwegs verarbeitet hat, folgt "Sun Gonna Lemme Shine", ein treibender Punksong, der schon fast das Gegenteil zum Vorgänger bildet. Zwischen dieses beiden Polen bewegt sich die Band aus Washington, D.C. auch auf dem Rest des Albums. Besonders erwähnenswert sind noch das düstere "Waiting on the River to Rise", das schmissige "Hard Times for the Quiet Kind", und "The Fire Inside" mit dem ausgedehnten Gitar-rensolo. Battles ist ein durchgängig starkes Album, das...