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Project Ireland: I love you. Thanks for the Golden Age.

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Schließlich brach der gefürchtete Montag an und ich musste meine Sachen packen. Ich wollte nicht gehen. Es war nicht so, dass ich mich nicht auf Familie und Freunde freute, oder Privatsphäre, aber ich wollte nicht weg. Ich wollte bleiben. Zumindest für eine Weile. Es ist schon komisch, ich habe, alle Besuche zusammen genommen, gerade einmal 14 Tage in Belfast verbracht und trotzdem fühlt sich die Stadt ein bisschen wie Zuhause an. Und auch wenn ich bis auf das Titanic Museum eigentlich alle Sehenswürdigkeiten abgegrast hatte, hatte ich das Gefühl, dass es noch unendlich mehr zu entdecken gibt. Und wenn nicht, dann könnte ich auch ewig am Fluss spazieren gehen, die Linen Hall Library durchstöbern oder in den Pubs den Musikern zuhören. Dass ich nun gehen musste, machte mich einfach nur traurig. Zumal das Wetter sich langsam zu bessern schien. Check-out war erst um elf, sodass ich mir Zeit nehmen konnte. Ich packte gemächlich und frühstückte, wobei ich froh sein konnte, dass e...

Project Ireland: The Lagan Towpath

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Und dann brach auch schon mein letzter richtiger Tag in Belfast, in Irland, an. Für diesen Sonntag hatte ich mir zwei Dinge vorgenommen: Erst wollte ich ins Titanic Museum und später ins Pub und mir eine Session ansehen. Statt der Dublin Road oder der Great Victoria Street nahm ich dieses Mal die Sandy Row auf dem Weg in die Innenstadt, da sich dort noch einige Murals befinden, die ich noch nicht gesehen hatte. Neben den üblichen Loyalisten- und King-Billy-Murals drehten sich viele um Fußball, eins war zum Beispiel George Best gewidmet. Ansonsten wirkte die Gegend ziemlich heruntergekommen. Gegen elf kam ich dann am Titanic Belfast an, etwas später als geplant, weil ich die Strecke (mal wieder) unterschätzt hatte. Die Strafe folgte auf dem Fuß: Schon vor der Tür stand ein Schild, dass das Museum für diesen Tag ausverkauft ist. Ausverkauft?! Ausverkauft?! Ausverkauft?!?!?!   Ich konnte es nicht glauben. Dafür, dass ich so lange gezögert hatte, ob ich dafür wir...

Project Ireland: I Spend My Days in Endless Roaming

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Am Vierzehnten machte ich mich dann auf den Weg nach Carrickfergus. Man kann von Belfast aus den Zug nehmen, was mir ja lieber ist als der Bus. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde und kostet vier Pfund return, was echt unglaublich günstig ist im Vergleich zu hiesigen Gefilden: Eine Zugfahrt nach Münster dauert zum Beispiel auch nur 30 Minuten, aber das Hin- und Rückfahrticket kostet 15 Euro, das ist dreimal so teuer. Unfassbar. Aber zurück zu Carrickfergus. Die Stadt ist ja in erster Linie für ihre mittelalterliche Festung bekannt, und die wollte ich mir ansehen. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Schlössern und dergleichen, aber Carrickfergus Castle hatte ich mal bei Last Night of the Proms gesehen, wo es schon sehr beeindruckend ausgeschaut hatte. Außerdem mag ich den Song, der nach dem Ort benannt ist. Ich hatte keinen Stadtplan, also folgte ich am Bahnhof einfach zwei Männern, die aussahen, als ob sie das Gleiche vorhatten wie ich. Wir mussten ein Stück durch d...

Project Ireland: St. Patrick vs. St. Patrick

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Am Freitag, dem 13., fuhr ich nach Armagh. Das ist ein recht ungewöhnlicher Ort, da er nur etwa 14.000 Einwohner hat, aber “the ecclesiastical capital of Ireland“ (die geistliche Hauptstadt Irlands) ist, denn in Armagh sitzen sowohl der anglikanische wie auch der katholische Erzbischof von Irland, sowie der presbyterianische Primates of All Ireland. Zudem gibt es zwei große Kathedralen, eine katholisch, eine anglikanisch, die beide den Namen St. Patrick tragen. Sehr originell. Der Hauptgrund, warum ich nach Armagh wollte war jedoch die Bibliothek, die Swifts eigene Erstausgabe von Gulliver’s Travels hat, inklusive seiner Anmerkungen. Die wollte ich mir unbedingt ansehen. Der Bus fuhr um 9:10 vom Europa Buscentre. Ich war schon um kurz vor neun da, woraufhin der Mann am Ticketschalter mir sagte, ich solle noch einmal um fünf nach neun wieder kommen, dann sei das Ticket billiger. Gesagt, getan, doch als ich das zweite Mal aufkreuzte, hatte sich „die Maschine noch nicht umgest...

Project Ireland: The Twelfth

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Was die Lautstärke betrifft, so könnte der Unterschied zwischen Newcastle und Belfast kaum größer sein. Während ich in Newcastle fast allein auf weiter Flur war, war in Belfast wieder kaum an Schlaf zu denken. Das lag allerdings weniger am Verkehr als an drei partygeilen Schottinnen, die bei ihrer späten Rückkehr überhaupt nicht daran dachten, dass Schnattern zugunsten ihrer schlafenden Zimmergenossen einzustellen. Und wenn sie dann mal schliefen, dann schnarchten sie auch noch. Ich war also nicht gerade in bester Laune an meinem ersten Morgen. Zudem hatte ich immer noch nicht wirklich „ausgearbeitet“, was ich wann an meinen letzten Tagen mache. In Belfast selbst wollte ich noch das Rathaus, das Titanicmuseum und Stormont, das Parlament, besichtigen; außerdem wollte ich noch mindestens einer Trad Session im Pub beiwohnen. Außerdem wollte ich noch Ausflüge nach Carrickfergus und Armagh unternehmen. Nun war es so, dass mein erster kompletter Tag zufällig der 12. Juli war. Das is...