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Movie Night: Carefree

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Endlich, endlich, hatte ich mal wieder Zeit für einen Fred-and-Ginger-Film. Ich mag gar nicht daran denken, dass so langsam Endspurt ist, aber Carefree von 1938 war der erste Astaire-Rogers-Film, der an den Kinokassen keinen Gewinn machte und damit das Ende der Partnerschaft einläutete. Auf jeden Fall ist Carefree einer der eher ungewöhnlichen Fred-and-Ginger Filme, da er nur vier Tanznummern beinhaltet. Eine Comedy with music statt einer Musical Comedy , um es mit Ava Astaire McKenzie zu sagen. Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass Astaire hier keinen professionellen Sänger und Tänzer spielt, sondern den Psychoanalytiker Dr. Tony Flagg - der allerdings im College über eine Karriere als Tänzer nachgedacht hat, das muss schon sein. Tony bekommt eines Tages Besuch von seinem alten Studienkollegen Steve Arden (Ralph Bellamy). Dessen Freundin, die Radiosängerin Amanda Cooper (Rogers) kann sich einfach nicht dazu durchringen, ihn zu heiraten. Ob Tony sie nicht einmal analysieren kann? Fl...

Movie Night: Follow the Fleet

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Fred and Ginger, die Siebte. Heute: Follow the Fleet von 1936. Man mag ja kaum glauben, dass Follow the Fleet nach Top Hat - Fred und Gingers bestem Film - erschienen ist, hat er doch viel mehr mit Roberta gemeinsam. Zwar sind Fred und Ginger hier nicht die Nebendarsteller, aber sie müssen sich ihre Zeit auf dem Bildschirm mehr oder weniger mit Randolph Scott (mal wieder) und Harriet Hilliard teilen, die das obligatorische Liebespaar mit Hindernissen geben.  Follow the Fleet basiert lose auf dem Theaterstück Shore Leave von Hubert Osbourne, aber wie bei Roberta wurden Fred und Gingers Rollen extra für den Film geschaffen. Astaire spielt hier "Bake" Baker, einen ehemaligen Song-and-Dance-Man, der sich zur Navy gemeldet hat, nachdem seine Tanzpartnerin Sherry Martin (Rogers) seinen Heiratsantrag nicht angenommen hat. Nach der Trennung ging es mit Sherrys Karriere bergab, sodass sie mittlerweile in einem Nachtclub in San Francisco singt. Als die beiden dort zufällig aufe...

Movie Night: The Gay Divorcee

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So, ich bin wieder zurück, zumindest für drei Tage, bevor ich übers Wochenende nach Mecklenburg-Vorpommern fahre. Bis es soweit ist, musste erstmal etwas anderes als Gegenmittel für den Urlaubsendeschmerz herhalten, und zwar ein Fred-and-Ginger-Musical. Was auch sonst? The Gay Divorcee war die zweite Zusammenarbeit der beiden, ist aber, wenn man so will, ihr erster richtiger Film, da sie hier die Hauptrollen übernehmen (anders als in der Premiere Flying Down to Rio ). The Gay Divorcee war ein Riesenhit an den Kinokassen; vielleicht ein Grund warum so viele Elemente aus dem Film in den Nachfolgern auftauchen und quasi das Grundgerüst vieler Fred-and-Ginger-Filme bilden. Auch hier verliebt sich Fred auf den ersten Blick in Ginger, doch sie kann ihn zunächst nicht ausstehen, bis sie bei seinen Tanzkünsten dahinschmilzt und die beiden nach vielen Irrungen und Wirrungen endlich zusammenkommen. Außerdem spielt Edward Everett Horton hier wieder Astaires trotteligen besten Freund, Eric Blo...

Movie Night: Shall We Dance

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Fred and Ginger, die Zweite: Shall We Dance von 1937 war bereits der siebte von zehn gemeinsamen Astaire-Rogers-Filmen, und der erste, bei dem die Einnahmen hinter den Erwartungen zurückblieben und der daher langsam das Ende der Partnerschaft vorzeichnete. Aber auch wenn Shall We Dance an den Kinokassen nicht so erfolgreich war wie seine Vorgänger, ist er heute einer der bekanntesten Filme des Duos. Das dürfte vor allem an der Musik liegen, die von niemand anderen als den Gershwins stammt. Die Geschichte kann es jedenfalls nicht sein, die Shall We Dance zum Klassiker macht: Astaire spielt hier den Balletttänzer Peter P. Peters, besser bekannt als vermeintlicher Russe "Petrov", der seine Leidenschaft für den Jazz entdeckt - zum Entsetzen von Jeffrey Baird (Edward Everett Horton), dem das Ballettensemble gehört. Zudem fällt Petrov auch noch ein Daumenkino (!) mit Bildern von Stepptänzerin Linda Keene (Rogers) in die Hände, woraufhin er sich prompt in sie verliebt. Lind...

Movie Night: Top Hat

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Es ist mir ja ein bisschen peinlich es zuzugeben, aber ich habe noch nie einen Fred-und-Ginger-Film gesehen. Bis gestern. Da ich Fred Astaire vergöttere wie keinen anderen Tänzer habe ich mich entschlossen, diese unverzeiliche Bildungslücke Stück für Stück zu schließen. Den Auftakt macht Top Hat von 1935, der als einer der besten und bekanntesten Filme des Duo gilt und gemeinhin als Einstieg in ihr zehnteiliges Werk empfohlen wird (ja, auch im Jahre des Herrn 2014 wird über so etwas noch diskutiert, der Untergang des Abendlandes steht also nicht unmittelbar bevor). Die Handlung ist eigentlich kaum der Rede wert: Tänzer Jerry Travers (Fred Astaire) wird von seinem Freund und Musicalproduzenten Horace Hardwick (Edward Everett Horton) nach London geholt, um in dessen Show aufzutreten. Im Hotel kann Travers nicht umhin, auch zu später Stunde noch wie ein Duracell-Häschen durch die pompöse Suite zu steppen, zum Ärgernis der jungen Frau unter ihm, die einfach nur schlafen will. Dale...