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Movie Night: Anatomy of a Murder

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Dass ich seit kurzem als Teilzeit-Gerichtsreporter aktiv bin hat auch dazu geführt, dass mein Interesse an Gerichtsfilmen (wieder) erwacht ist. Da mir To Kill a Mockingbird , 12 Angry Men und Inherit the Wind alle außerordentlich gefallen haben, war es nun Zeit für einen Film, der ebenfalls als einer der besten des Genres gilt: Otto Premingers Anatomy of a Murder von 1959. James Stewart spielt darin Paul Biegler, der kürzlich die Wiederwahl als Staatsanwalt verloren hat und seitdem am liebsten trinkt, Angeln geht und auf seinem Klaver Jazzmusik spielt. Dass ändert sich, als Biegler einen Anruf von Laura Manion (Lee Remick) erhält: Ihr Mann, Lt. Frederick Manion (Ben Gazzara), hat den Barbetreiber Barney Quill erschossen, nachdem dieser die junge Frau zuvor vergewaltigt haben soll. Nach einigem Zögern übernimmt Biegler den Fall, unterstützt von seinem väterlichen, aber alkoholkranken Freund Parnell McCarthy (Arthur O'Connell) und seiner resoluten Sekretärin Maida (Eve Arden). Da...

Movie Night: The Flight of the Phoenix

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Eigentlich bin ich kein Freund von Katastrophenfilmen, aber solange James Stewart mitspielt, schaue ich mir bekanntlich alles an. Überhaupt kann sich das Cast von The Flight of the Phoenix wirklich sehen lassen: Stewart, selbst erfahrener Pilot, spielt hier Captain Frank Towns, der in Begleitung von Navigator Lew Moran (Richard Attenborough) ein Dutzend Passagiere von der Oase Jaghbub nach Bengasi fliegen soll. Doch die Maschine gerät in einen Sandsturm, sodass Towns mitten in der libanesischen Wüste notlanden muss. Zwei Männer sterben beim dem Aufprall, ein dritter wird schwer verletzt. Der Rest überlebt den Crash relativ unbeschadet, darunter der britische Soldat Captain Harris (Peter Finch) und sein widerwilliger Sergeant Watson (Ronald Fraser), Arzt Renaud (Christian Marquand), der schlagfertige "Ratbags" Crow (Ian Bannen), der zurückhaltende Buchhalter Standish (Dan Duryea), der gutherzige und bärenstarke Mike Bellamy (George Kennedy) sowie der psychisch angeschlagen...

Hitch revisited: Rear Window

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Ich hatte ja schon einmal erwähnt, wie gerne ich mir als Kind die Hitchcock-Klassiker angesehen habe. Da dies naturgemäß aber schon sehr lange her ist, bekam ich nach To Catch a Thief Lust, mit einige meiner Favoriten erneut anzuschauen, zumal ich sie auch noch nie im Original gesehen habe. Dabei hatte ich schon immer eine Schwäche für jene Filme, in denen James Stewart eine Hauptrolle spielt, darunter auch Rear Window beziehungsweise Das Fenster zum Hof . Viel muss ich zu dem Film eigentlich nicht mehr sagen, da die Handlung in anderen Werken so oft aufgegriffen worden ist wie wohl bei keinem anderen Hitchcock-Film (abgesehen von der Duschszene in Psycho vielleicht). James Stewart spielt den Pressefotografen L.B. "Jeff" "Jeffries, der nach einem Beinbruch gezwungenermaßen im Rollstuhl sitzt und aus Langeweile seine Nachbarn beobachtet: Die einsame Miss Lonelyhearts, den Komponisten, die Ballettänzerin Miss Torso, die Künstlerin, die Neuverheirateten,...

Movie Night: Harvey

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Neulich hatte ich ja darüber geschrieben, wie sehr manche Sätze aus Casablanca im kulturellen Gedächtnis verankert sind. Bei Harvey (oder auch Mein Freund Harvey ) ist es ganz ähnlich, nur dass es hier nicht die Zitate sind, die eine über den Film herausragende Bekanntheit erlangt haben, sondern die "Hauptfigur": Harvey steht exemplarisch für den imaginären Freund.  In dem Film von Henry Koster, der auf dem gleichnamigen Stück von Mary Crane basiert, ist dieser imaginäre Freund ein zwei Meter großes, weißes Kaninchen, das jedoch nur von Elwood P. Dowd (James Stewart) gesehen wird. Elwood ist dem Alkohol etwas zu sehr zugetan, doch er ist ein sehr liebeswürdiger und gutherziger Mensch. Dass er jedoch jedem, den er begegnet, seinen unsichtbaren Freund Harvey vorstellt, sorgt für Befremden bei seinen Mitmenschen. Geradezu unterträglich ist Elwoods Verhalten für seine Schwester Veta (Josephine Hull), da es für sie so praktisch unmöglich ist, ihre Tochter Myrtle Mae (Vict...

Movie Night: The Philadelphia Story

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Ich weiß wirklich nicht, waum ich erst jetzt von diesem Film erfahren habe. Wahrscheinlich, weil mir einfach nie in den Sinn gekommen ist, dass zwei Hollywood-Giganten wie Cary Grant und James Stewart in demselben Film auftreten könnten. Aber dieser Traum von einer Besetzung existiert tatsächlich. Sein Name: The Philadelphia Story . Der Film unter der Regie von George Cukor basiert auf dem gleichnamigen Stück von Philip Barry, das dieser speziell für Katharine Hepburn geschrieben hatte. Nachdem das Stück erfolgreich am Broadway aufgeführt wurde, verkaufte Hepburn die Rechte an MGM unter der Bedingung, dass sie die Hauptrolle spielt. So erhoffte sie sich, ihre eingeschlafene Karriere wiederzubeleben und vor allem ihren Ruf als "box office poison" loszuwerden. Tatsächlich war The Philadelphia Story 1940 ein Riesenhit an den Kinokassen, aus gutem Grund. Doch zunächst einmal zur Geschichte: Hepburn spielt Tracy Lord, die aus einer der wohlhabendsten Familien Philadelphias...

Movie Night: Mr. Smith Goes to Washington

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Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich darüber geschrieben, wie sehr ich It's A Wonderful Life mag. Dies war jedoch nicht der erste Film, bei dem Regisseur Frank Capra und Hauptdarsteller James Stewart zusammenarbeiteten. Sieben Jahre zuvor drehten die beiden den Film Mr. Smith Goes to Washington , der sich mit dem politischem System Amerikas auseinandersetzt. Als der Senator eines nicht genannten Staates im Westen stirbt, muss der Gouverneur Happy Hopper einen Nachfolger bestimmen. Der Großunternehmer James Taylor (Edward Arnold) will, dass Hopper den Posten mit seinem Handlanger besetzt, während andere für einen Reformer plädieren. Hopper ist hin- und hergerissen bis seine Kinder beim Abendessen ihren Pfadfinderleiter Jefferson Smith (James Stewart) als Senator vorschlagen. Er ignoriert den Wunsch seiner Sprösslinge, doch als er eine Münze wirft, da er sich nicht entscheiden kann und diese auf der Kante stehen bleibt, direkt neben einem Zeitungsartikel über Smith, ernen...

Movie Night: It's a Wonderful Life

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Zu meinen liebsten Weihnachtstraditionen gehört es, mich am Heiligabend nach dem Beisammensein mit der Familie in mein Bett zu kuscheln und It's a Wonderful Life von Frank Capra zu schauen. Für mich ist das der Weihnachtsfilm schlechthin. Da ich dieses Jahr an Heiligabend leider andere Verpflichtungen habe, musste ich das Anschauen etwas vorziehen, denn ein Fest der Liebe ohne diesen Film ist einfach undenkbar. Ich weiß nicht, wie oft ich It's a Wonderful Life schon gesehen habe, und manchmal denke ich auch, ich kann ihn gar nicht mehr sehen, aber sobald er dann läuft bin ich jedes Mal wieder so gefangen, als würde ich ihn mir zum ersten Mal anschauen. George Bailey (James Stewart) träumt sein Leben lang davon, seiner heimatlichen Kleinstadt Bedford Falls zu entkommen. Doch jedes Mal, wenn er auf dem Sprung ist, kommt etwas dazwischen und er bleibt doch. Erst stirbt sein Vater und er muss dessen Bausparkasse Building & Loan übernehmen, sodass er nicht aufs College...