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Crossing Border Enschede 2013 (Part 2)

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So, hier nun der zweite Teil zum Crossing Border. Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, aber im Dezember ist immer so viel zu tun mit Weihnachtsmärkten, Adventskonzerten etc. Der Freitag verlief nicht ganz so wie ich es geplant hatte. Da die Konzerte erst abends begannen, wollte ich tagsüber nach Enschede fahren und mir das Rijksmuseum ansehen. Leider wachte ich mit einem Nackenschuss auf, sodass ich mich sowohl körperlich als auch geistig nicht zum Sightseeing aufraffen konnte. Also hing ich, abgesehen von einem kleinem Ausflug zur Apotheke und zum Bäcker (dessen Regale schon am späten Vormittag nahezu leergeräumt waren), den ganzen Tag in Pension ab. Abends bin ich natürlich trotzdem zum Crossing Border gefahren. Als erstes stand Radical Face, der eigentlich Ben Cooper heißt, auf dem Programm. Noch so eine Name, der mir vorher gar nicht gesagt habe, aber nachdem ich sein letztes Album The Family Tree: The Branches gehört habe, war ich Feuer und Flamme. Cooper hatte vier ...

Crossing Border Enschede 2013 (Part 1)

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So, kommen wir nun zum Crossing Border. Nach der tollen ersten Auflage im letzten Jahr konnte ich es kaum erwarten zu erfahren, wer in diesem Jahr in Enschede auftritt. Nachdem Phosphorescent in einer der ersten Ankündigungen auftachte, war ich mir schon zu, sagen wir mal, 70 Prozent sicher, dass ich dorthin fahre. Als ein paar Wochen danach Shovels & Rope bestätigt wurden, war die Sache klar. Shovels & Rope ! Villagers waren dann noch eine nette Zugabe. Insgesamt ist das Line-up nicht ganz so phänomenal ausgefallen wie im letzten Jahr, aber es ist auch schwer - wenn nicht gar unmöglich - Patterson Hood/Craig Finn/Will Johnson und Michael Chabon zu toppen. Die meisten Musiker habe ich mir erst in den Wochen vor dem Festival zu Gemüte geführt. Da mir praktisch alle von ihnen gefallen haben, war mein Timetable ganz gut gefüllt. Die Überschneidungen hielten sich glücklicherweise in Grenzen, nur dass Lucius und Villagers eine halbe Stunde lang gleichzeitig auftrate...

Hey, that was super awesome: Bruce Springsteen & The E Street Band @ AWD-Arena, Hannover

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In meiner Familie gibt es diesen Running Gag: Seit ich denken kann kündigt meine Mutter in der Adventszeit an, dass meine Schwester und ich bei der Bescherung vor Enttäuschung weinen werden. Ich weiß nicht, ob sie wirklich damit rechnet oder ob sie die Erwartungen nicht zu hoch schrauben will, aber Tatsache ist, dass sie jedes Mal die richtigen Geschenke aussucht und noch nie einer geweint hat. So ziehen wir sie vor jeder Bescherung damit auf, wie sehr wir doch wieder heulen werden. Im letzten Jahr ging die Ära der trockenäugigen Weihnachtsfeste allerdings zu Ende, als meine Eltern mir einen Umschlag überreichten. Ich wusste nicht so recht, was ich mich erwartete, doch als ich ihn öffnete und das Konterfei von Bruce Springsteen entdeckte, da verlor ich die Fassung, denn es handelte sich um ein Ticket für sein Hannover-Konzert. Da ich schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte, Bruce jemals live zu sehen, war ich so überwältigt, dass tatsächlich die Tränen flossen. Bei den meisten ...

Gee, that was swell: Aimee Mann @ Gloria Theater, Köln

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Ich weiß noch genau, wann ich zum ersten Mal Aimee Mann gehört habe: Am 27. März 2000. Es war die 72. Verleihung der Oscars und sie war für ihren Song "Save Me" aus dem Film Magnolia nominiert. Das war übrigens auch das erste Mal (glaube ich), dass ich einen Song von Randy Newman hörte, "When She Loved Me" aus Toy Story . Den mochte ich zwar, aber da Sarah McLachlan ihn sang, fiel Randy mir nicht groß auf. Es sollte noch ein paar Jahre dauern, bis ich seine Brillanz entdeckte. Am Ende gewannen weder Aimee noch Randy, sondern Phil Collins (!) für seine Tarzan-Schnulze. Das war der wohl größte Fehlgriff seit der Oscar an "My Heart Will Go On" ging und nicht an Elliott Smith. Doch Oscar hin oder her: Ich war vom ersten Moment an fasziniert von Aimee. Ich dachte, dass sie die coolste Frau der Welt sein muss. Ihre Musik war anders als alles was ich bis dahin gehört hatte (im Großen und Ganzen Peer-Group-Teenie-Crap) und der Song ließ mich nicht los. Wenig s...

Crossing Border Enschede 2012 (Part 2)

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So, hier ist nun endlich der zweite Teil zum Crossing Border. Da die Konzerte ja immer erst abends begannen, hatte ich tagsüber Zeit, mich Gronau näher zu widmen. Irrsinnig viel gibt es dort nicht zu sehen, aber sie haben ein Rock ’n’ Pop Museum, das ich mir gerne anschauen wollte. Das Museum liegt neben dem Bahnhof, in einem großen Gebäude das von einem Bach und einem Park umgehen ist. Drinnen war es voller als erwartet, da eine Schulklasse zu Besuch war und herumtobte. Im Erdgeschoss befand sich die Dauerausstellung, eine Zeitreise durch die (Pop)Musikgeschichte. Los ging es mit der Salonmusik als Beginn der Hausmusik. Von diesem Zeitpunkt an gab es die ersten “Hits“, die sich damals natürlich nur in Notenform verkauften, bis Tonträger für jeden erschwinglich wurden. Anschließend bewegte sich die Ausstellung durch verschiedene Popmusikepochen, wobei sie verschiedene Artefakte, insbesondere die Kleidung der Künstler, zeigte. Zusätzlich konnte man Schubladen herausziehe...

A Taste of Spring: Horse Feathers at Gleis 22, Münster

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  Bevor es dem Crossing Border weitergeht, möchte ich noch kurz auf das gestrige Konzerthighlight eingehen: Horse Feathers in Münster. Als ich vor zweieinhalb Jahren in Brisbane war, hörte ich kaum was anderes als Thistled Spring , sodass die Musik für mich auf immer mit dieser schönen Zeit verbunden sein wird. Also habe ich mich auf den Weg ins Gleis gemacht, um mir eine musikalische Dosis Wärme und Nostalgie abzuholen. Als Vorgruppe spielten Crooked Fingers alias Eric Bachmann und Begleiterin. Vor einer Ewigkeit habe ich mal ein paar Songs von ihnen gehört, das war es aber auch schon. In natura war ich von den beiden sehr angetan, sie spielten sehr ruhige, sehr poetische Songs, die wohl überwiegend von ihrem letzten Album Breaks in the Armor stammen. Bachmann scheint auch ein ganz witziger Kerl zu sein, so meinte er, dass sie sonst sehr schnell spielen würden, aber da das Gleis sie so gut gefüttert hätte, wäre sie heute etwas langsamer. Nach einer glücklicherweise nich...

Crossing Border Enschede 2012 (Part 1)

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Kommen wir nun endlich zum Crossing Border. Während das Zeitplanbasteln kaum Probleme aufwarf, war das ganze Drumherum schwieriger zu organisieren. So gab es zu meiner Überraschung kein Hostel in Enschede, und auch nicht in Hengelo, Almelo oder Oldenzaal. Die B&Bs in Enschede kosteten zudem mindestens 60 Euro pro Nacht, was mir eindeutig zu viel war. Nach langem, langem, langem Suchen fand ich schließlich eine Pension in Gronau-Epe, die 29 Euro für ein Einzelzimmer verlangte. Eigentlich hatte ich mit dem Zug fahren wollen, aber da es keine Verbindung von Epe nach Enschede gab (nur von Gronau selbst, das wiederum 5km von der Pension entfernt lag), bin ich dann mit dem Auto gefahren. Dort angekommen, empfing mich ein älterer Herr, der mich herumführte. Die Pension befand sich im ersten Stock eines Wohnhauses. Das Zimmer war ganz hübsch eingerichtet, inkl. Tisch, Bett, Kleiderschrank und Balkon. Außerdem konnte man vom Bett aus fernsehen (was mir eigentlich egal war, doch de...

Project Ireland: I love you. Thanks for the Golden Age.

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Schließlich brach der gefürchtete Montag an und ich musste meine Sachen packen. Ich wollte nicht gehen. Es war nicht so, dass ich mich nicht auf Familie und Freunde freute, oder Privatsphäre, aber ich wollte nicht weg. Ich wollte bleiben. Zumindest für eine Weile. Es ist schon komisch, ich habe, alle Besuche zusammen genommen, gerade einmal 14 Tage in Belfast verbracht und trotzdem fühlt sich die Stadt ein bisschen wie Zuhause an. Und auch wenn ich bis auf das Titanic Museum eigentlich alle Sehenswürdigkeiten abgegrast hatte, hatte ich das Gefühl, dass es noch unendlich mehr zu entdecken gibt. Und wenn nicht, dann könnte ich auch ewig am Fluss spazieren gehen, die Linen Hall Library durchstöbern oder in den Pubs den Musikern zuhören. Dass ich nun gehen musste, machte mich einfach nur traurig. Zumal das Wetter sich langsam zu bessern schien. Check-out war erst um elf, sodass ich mir Zeit nehmen konnte. Ich packte gemächlich und frühstückte, wobei ich froh sein konnte, dass e...

Gee, that was swell: Road Trippin'

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Basel So, ich bin wieder endgültig zurück in Deutschland. Der Trip war ein voller Erfolg, besonders die Ausflüge nach Basel und Strasbourg (den Europapark muss nicht unbedingt noch einmal sehen, 12 Stunden waren mehr als ausreichend). Basel war noch viel schöner als ich erwartet habe, eine richtige architektonische Perle. Obwohl es eine Großstadt ist, gibt es viele kleine Gassen und relativ einsame Fleckchen, sodass man glaube könnte, man sei in einem Schweizer Dorf. Ich glaube, man braucht mindestens drei Tage, um Basel einigermaßen zu erkunden, einen für die Stadt an sich und zwei weitere für vielen interessanten Museen. Ich war jetzt nur im Kunstmuseum, das zwar astronomische 13€ Eintritt verlangte, aber eine wirklich gute Sammlung hatte, die Werke vom 15. bis zum 20. Jahrhundert umfasst. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit gehabt. Und einen Bikini, um im türkisblauen Rhein zu baden. Von dort hat man den besten Blick auf die beiden Stadtteile und das Münster. Strasbourg hatte mi...

Project Ireland: Peace Behind the Bridge

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Wie ihr wisst, bin ich inzwischen wieder in Deutschland, nichtsdestotrotz möchte ich gerne weiterschreiben, weil ich noch so viele schöne Dinge erlebt habe und das festhalten will. In meiner dritten Woche in Derry gab es einen vorübergehenden Personalwechsel: Kylie ging für eine Woche nach Edinburgh, dafür kam Andrea nach Derry, die sonst mit Steve in Schottland arbeitet. Sie ist eigentlich Ungarin, lebt wohl aber schon etwas länger in Edinburgh. Ich kam nie dazu, sie genau zu fragen (vor allem wie sie an den Job gekommen ist hätte mich interessiert, besonders weil sie auch keine Muttersprachlerin ist), da sie und Sam ein Herz und eine Seele waren und sie ständig aufeinander hockten. So fühlte ich mich ein bisschen wie das fünfte Rad am Wagen. Zumal die beiden, in den ersten Tagen, anscheinend vergessen hatten, dass ich von zwölf bis drei arbeite. Ich ließ also die Leute herein, doch während ich dabei war die Tür zu schließen, checkte Andrea (manchmal auch Sam) sie schon ein un...