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Heavy Rotation: Drive-by Truckers und Hiss Golden Messenger

Drive-by Truckers - American Band American Band - der Titel des neuen Drive-by Truckers-Albums klingt zunächst harmlos. Tatsächlich aber ist American Band das vielleicht explosivste Werk der Gruppe überhaupt. Pünktlich zur US-Wahl legen die Truckers eine Platte vor, die sich mit der aktuellen Lage des Landes beschäftigt. Auch wenn die Band schon immer politisch war, schon politisch wie hier waren sie noch nie. Rassismus, Gewalt, Verzweiflung - American Band hat es in sich. Der erste Titel, "Ramon Casiano", bezieht sich auf den 15-jährigen, unbewaffneten Mexikaner, der 1931 von Harlon Carter erschossen wurde. Carter wurde später Vorsitzender der NRA und war maßgeblich daran beteiligt, dass sich die NRA vom Sportschützenbund zum größten Waffenlobbyverband der USA entwickelte. Für den Mord an Ramon Casiano musste Carter sich nie vor Gericht verantworten. Angeblich erschoss er den Jungen in Notwehr - eine Argument, das frappierend an die Erschießung von Trayvon Martin erinner...

Heavy Rotation: Adam Remnant - When I Was a Boy EP

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Ich habe hier wahrscheinlich schon einmal erwähnt, dass Southeast Engines Canary zu meinen liebsten zehn Alben überhaupt gehört. Nach dieser Meisterleistung wurde es, abgesehen von der EP Canaanville, leider still um die Band aus Ohio. Gut fünf Jahre nach Canary meldet sich Southeast-Engine-Kopf Adam Remnant jetzt allerdings mit einer Solo-EP namens When I Was a Boy zurück. Die sechs Songs von When I Was a Boy nahm Remnant quasi im Alleingang in seinem Keller auf. Zentrales Thema sind die Fänge des Erwachsenseins und die Sehnsucht nach der Jugend, die zwar nicht immer einfach, aber einfacher war, weil man den ganzen Tag spielen konnte und die Hauptsorge war, ob das Mädchen, in das man sich verguckt hatte, wohl anrufen würde. Als Erwachsener hingegen heißt es arbeiten, arbeiten, arbeiten. "I want to quit my job but I'm afraid I might not find another one", singt er in "There Beside Me" - ein Dilemma, das sicher viele nachvollziehen können. Manchmal bietet der Pa...

Heavy Rotation: William Tyler - Modern Country

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Ich war noch dabei, mich an Margo Price, Andrew Bird und Sturgill Simpson zu erfreuen, als ich auf den nächsten Kracher aufmerksam wurde. Hiss Golden Messenger hat William Tylers Modern Country empfohlen und mir war sofort klar: Wenn Hiss Golden Messenger ein Album empfiehlt und es Modern Country heißt, dann kann es nicht schlecht sein. Bis dato war ich noch gar nicht mit William Tyler vertraut, daher war ich ein wenig überrascht, festzustellen, dass es sich bei Modern Country um ein Instrumentalalbum handelt. Normalerweise ist mir der Songtext so wichtig wie die eigentliche Musik, aber bei Tyler habe ich überhaupt nichts vermisst. Der Opener "Highway Anxiety" ist ein knapp zehn minütiges Stück, das Tyler einst geschrieben hat, um sich bei Paniattacken auf Tour zu beruhigen. Der Gitarrensound ist warm und fließend, das Schlagzeug (gespielt von niemand anderem als Wilcos Glenn Kotche) ist gleichmäßig wie das Rattern eines Zuges. Danach folgt mit "I'm Gonna Live Forev...

Heavy Rotation: Margo Price, Andrew Bird, Sturgill Simpson

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Margo Price - Midwest Farmer's Daughter Die vielleicht größte Überraschung des Frühjahrs war Margo Price. In Nashville hat sich die 33-jährige Sängerin schon länger einen Namen gemacht, mit ihrem Debüt Midwest Farmer's Daughter bekommt sie nun auch der Rest der Welt zu hören. Das Album erinnert nicht nur vom Titel her an die Coal Miner's Daughter Loretta Lynn: Price spielt echten, traditionellen Country, der an die Großen der Zunft anknüpft. Prices Protagonistinnen sind so etwas wie weibliche Hiobs: Permanentes Unglück in Form von Alkohol, Armut und Gewalt prägt ihre Songs. Dies sind jedoch nicht nur reine Country-Klischees, die Lieder sind stellenweise durchaus autobiografisch. Price weiß wovon, sie singt. Und wie singt. Ihre Stimme ist so voller Kraft und Seele, dass sie alles überstrahlt. Musikalisch beherrscht Price alle Facetten der Country-Musik, von ruhigen, leicht souligen Stücken bis hin zu fetzigem Honky-Tonk. Das Rad erfind sie zwar nicht neu, aber ihre Lieder...

While You Were Sleeping

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Ich mag kaum glauben, dass ich ganze sechs Wochen lang nichts für diesen Blog geschrieben habe. Ich hatte nicht die Absicht, so lange still zu sein, aber in den letzten zwei Monaten war einfach so viel los, dass ich es nicht geschafft, etwas zu schreiben. Bloggen im Alltag ist schon schwierig genug, wie Fee ist mein Name hier sehr schön ausgeführt hat , aber wenn dann noch außergewöhnliche Dinge dazu kommen, ist es praktisch unmöglich. Erst war es der Umzug inklusive Küchenaufbau, der meine Aufmerksamkeit und Energie eingefordert hat, dann die OP eines nahestehenden Menschen. Vor allem in dem letzten zwei Wochen hatte ich das Gefühl, dass mein Leben auf Pause steht. Während die Welt um mich herum ganz normal weiter zu drehen schien, habe ich quasi in einer Blase gelebt, völlig abgeschnitten von der Umgebung. So langsam nimmt mein Dasein jedoch wieder Fahrt auf und ich kehre Stück für Stück in den Alltag zurück. Im Moment fühlt es sich noch so an, als ob ich alle Gewohnheiten neu er...

Heavy Rotation: "Jump!" und "A Man Alive"

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Sorry for lack of activity, aber ich stecke mitten im Umzug und habe daher nicht viel Zeit zum Schreiben. Zum Musikhören bin ich dennoch hin und wieder gekommen, auch wenn mich einige Neuerscheinung leider ziemlich enttäuscht haben, darunter (ich mag es kaum sagen) Dr. Dog, Basia Bulat, Lucius und, am bittersten von allen, Mavis Staples. Natürlich ist Mavis Staples außer Stande ein schlechtes Album zu machen, aber M. Ward schafft als Produzent einfach nicht dieselbe Magie wie Jeff Tweedy. Glücklicherweise habe ich Trost bei einigen anderen Alben gefunden, von denen ich es nicht unbedingt erwartet habe. Van Dyke Parks - Jump! Jeder weiß, dass ich Van Dyke Parks abgöttisch liebe. Da er allerdings so furchtbar wenig Alben aufgenommen hat und neues Material auch nicht in Sicht ist, arbeite ich mich bewusst langsam durch seine Diskographie. Inzwischen bin ich bei Jump! angekommen, dass 1984 erschien und die Geschichten des Br'er Rabbit musikalisch aufgreift. Nachdem Pa...

Heavy Rotation: Tyler Lyle - Ditchdigger

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Es gibt kaum einen besseren Start in den Tag als eine E-Mail von Bandcamp mit dem Hinweis, dass Tyler Lyle über Nacht überraschend eine neue EP veröffentlicht hat. Im Moment hinke ich bei Neuerscheinungen hoffnungslos hinterher, aber Ditchdigger musste ich mir umgehend anhören. Ich meine, fuck, Tyler Lyle! Zumal die Veröffentlichung seiner letzten EP Expatriates ja auch schon wieder ein gutes Jahr her ist (von Alben fange ich hier jetzt gar nicht an...). Nichtsdestotrotz finden sich auf Ditchdigger einige Anknüpfungspunkte an Expatriates : Es gibt (noch) eine Version von "Werewolf" und der Refrain des Titelsongs war auch schon bei "Rodanthe" zu hören. Ansonsten hat sich Lyle aber thematisch von der Mythologie verabschiedet und ist im Hier und Jetzt angekommen. Auch musikalisch betrachtet ist Ditchdigger "moderner", wenn man so will. "A Song to Sing" präsentiert sich überraschend frisch und poppig (und ein bisschen Vampire-Weekend-artig...

Heavy Rotation: Lady Lamb the Beekeeper - Ripely Pine

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Musik ist schon eine fantastische Sache, wie ich neulich wieder feststellen durfte. Neben meinen Januar-Favoriten wollte ich noch etwas anderes hören, doch ich wusste nicht was. Also scrollte ich durch meine Last.fm-Empfehlungen, wo ich auf den Namen "Lady Lamb the Beekeeper" stieß. Ich meinte, irgendwo schon einmal was Positives über die junge Frau mit dem ungewöhnlichen Pseudonym gehört zu haben, also versuchte ich es mit ihrem Album Ripely Pine . Lange Rede, kurzer Sinn: Es war genau das, was ich gebraucht habe. Lady Lamb the Beekeeper ist der Künstlername der erst 24-jährigen Aly Spaltro. Die Songs ihres Debüts Ripely Pine entstanden über einen Zeitraum von vier Jahren. Damals arbeitete Spaltro in der Nachmittagsschicht einer DVD-Handlung in Brunswick, Maine, wo sie jedes Mal nach Feierabend an ihrer Musik arbeitete. Wer sich das Ergebnis anhört, würde kaum auf die Idee kommen, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt, da es einfach so ausgeklügelt, kü...

Heavy Rotation: Laura Veirs & Neko Case

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Es ist Herbst, und die Albenveröffentlichungslawine hat begonnen: Bill Callahan, Dr. Dog, The Deep Dark Woods und Okkervil River sind nur einige Bands, die in diesen Tagen neues Material vorlegen. Bevor ich hoffentlich bald die Zeit finde, mir diese Alben anzuhören, wollte ich zuvor noch auf zwei Werke eingehen, die mich im letzten Monat begleitet haben: Warp & Weft von Laura Veirs und The Worse Things Get, the Harder I Fight, the Harder I Fight, the More I Love You von Neko Case - beides Künstlerinnen, die schon einige Alben veröffentlich haben, aber die ich erst jetzt entdeckt habe. Zum Glück. Laura Veirs - Warp & Weft Der Titel von Laura Veirs neuem Alben entstammt der Weberei: Warp & Weft , Kette- und Schussfäden, hat sie ihr neuntes Werk genannt. Veirs vergleicht die Lieder mit einem Wandteppich, bei dem unterschiedliche Elemente zusammenkommen, die dadurch noch stärker und schöner werden. Tatsächlich hat Warp & Weft etwas von einem  großen Bild, da...

Records of the Season: Mavis Staples, Jason Isbell, Vampire Weekend, Laura Marling

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"Records of the Season", so weit ist es jetzt also schon gekommen. Ich weiß, dass ich in letzter Zeit erschreckend wenig über Musik geschrieben habe, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich von den meisten Neuerscheinungen in diesem Jahr ziemlich underwhelmed war. Nun hatte ich, zumindest vor den Ferien, nicht übermäßig viel Zeit zum Musik hören, sodass ich alle Alben links liegen gelassen habe, die mich nicht spätestens beim dritten Durchgang wenigstens einen Moment lang gefesselt haben. Keine Chance für Grower also. Und vielleicht der Grund, warum selbst alte Lieblinge wie Dawes, Iron & Wine oder The National nicht bei mir hängen geblieben sind. Nichtsdestotrotz gibt es auch einige Alben, die mich begeistert haben und diese möchte ich nicht unerwähnt lassen. Mavis Staples - One True Vine Für mich persönlich war dies die wahrscheinlich am sehnsüchtigsten erwartete Release des Jahres, denn auf One True Vine hat Mavis Staples wieder mit niemand anderem al...

Heavy, Heavy Rotation: Van Dyke Parks - Songs Cycled

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  Van Dyke Parks, die Zweite: Nachdem ich von Song Cycle so begeistert war, musste ich mir natürlich auch unbedingt sein neues Werk Songs Cycled anhören, sein erstes Studiolbum seit der Brian-Wilson-Kollaboration Orange Crate Art von 1995. Wobei die Lieder auf Songs Cycled auch nicht komplett neu sind, denn viele sind bereits in den letzten Jahren auf Parks' Bananastan-Label als 7-Inch erschienen; außerdem sind neue Versionen von "The All Golden" von Song Cycle und "Hold Back Time" von Orange Crate Art vertreten . So ist das Album nicht nur voller Selbstreferenzen, es ist Van Dyke Parks in Reinkultur. Auch hier greift Parks verschiedene Musikstile auf und verbindet sie zu einem ganz eigenen Klang. In "Dreaming of Paris" etwa kombiniert er chansoneske Akkordeonmusik mit karibisch angehauchten Percussions und fröhlich-spritzigen Streichern, sodass das Lied, wie auch das instrumentale "Wedding in Madagascar", einen heiter-exotischen C...

Heavy Rotation: Van Dyke Parks - Song Cycle

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  Natürlich habe ich im April einige Neuerscheinungen gehört (mehr dazu hoffentlich in Kürze), aber - soviel sei schon mal verraten - es war kein Album darunter, ja nicht einmal ein Song, in den ich mich wirklich verliebt habe; nichts, was ich immer und immer wieder hören wollte. Da ich dieses Gefühl jedoch vermisst habe, habe ich überlegt, welches Album ich mir schon immer anhören wollte - und das erste, das mir einfiel, war Song Cycle von Van Dyke Parks. Es ist mir ja schon fast peinlich es zuzugeben, aber ich wollte S ong Cycle hören, seit ich zum ersten Mal Ys von Joanna Newsom gehört habe (also vor langer, langer Zeit!), denn für Ys ' brillante Arrangements war niemand anderes zuständig als Van Dyke Parks. Von Parks' Daytrotter-Session war ich ebenfalls schwer begeistert, aber trotzdem bin ich bei der ganzen Flut an Neuerscheinungen nie dazu gekommen, mir endlich Song Cycle anzuhören - bis jetzt. Zufälligerweise veröffentlicht Parks nächste Woche ein neues Album, da...

March Review

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Wettertechnisch scheint der März der neue Dezember zu sein, musikalisch betrachtet eher der neue April. Während sonst der vierte Monat der veröffentlichungsstärkste neben dem September war, konnte in diesem Jahr schon der dritte mit reihenweise interessanten Neuerscheinungen aufwarten. Was will man bei diesem Wetter schließlich auch anderes machen als Musik hören? Frontier Ruckus - Eternity of Dimming Ende 2010 lief bei mir kaum ein Song so häufig wie "Mona and Emmy" von Frontier Ruckus, sodass ich Eternity of Dimming einigermaßen gespannt erwartet habe. Das dritte Werk der Band aus Michigan ist ein Doppelalbum mit 20 Songs, die insgesamt über 5000 Wörter beinhalten (das habe ich gelesen, nicht gezählt). Die Lieder sind nicht nur wortstark, sondern auch banjolastig (was durchaus als Kompliment zu verstehen ist), es wäre jedoch falsch, Frontier Ruckus in die Bluegrass-Ecke zu schieben. Ihre Musik ist eigenwilliges Americana von teils poppiger Melodiösität. ...

Heavy Rotation: Ivan & Alyosha - All the Times We Had

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  A propos Titel: Bei Bands ist es manchmal ganz ähnlich. Dass ich überhaupt auf Ivan & Alyosha aufmerksam geworden bin lag vor allem an ihrem Bandnamen, denn "Die Brüder Karamasov" ist eins meiner liebsten Bücher überhaupt. Ich hörte mir also ihre EP Fathers Be Kind (!) an und war sofort verzaubert von dem schönen Harmoniegesang. Als sie dann vor ziemlich genau einem Jahr via Pledgemusic um einen Obolus baten, um ihr Debütalbum aufnehmen zu können, habe ich im Gegenzug für eine signierte CD natürlich ein bisschen was abgedrückt. Im Sommer bekam ich All the Times We Had schon mal als Download, ich hörte mir es jedoch nur ein paar Mal an, da ich gerade in Irland war und nicht die Ruhe hatte, intensiv Musik zu hören. Da die Band zu der Zeit auch einen Plattenvertrag unterschrieb, verzögerte sich die offizielle Veröffentlichung mehrmals, bis ich schon fast vergaß, dass dieses Album überhaupt existiert. Diese Woche jedoch fand ich zu meiner Überraschung Post aus Seattl...

Heavy Rotation: Tyler Lyle - Expatriates

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  Muss ich eigentlich noch etwas zu Tyler Lyle sagen? In der Vergangenheit habe ich schon kübelweise Lob über ihn ausgeschüttet und jeden halbwegs musikaffinen Freund mit ihm genervt, da ich einfach nicht genug von seiner Musik bekommen kann. Als ich nun am Sonntag gelesen, dass er eine neue EP veröffentlicht hat, bin ich naturgemäß vor Freude im Dreieck gesprungen (nicht wörtlich zu nehmen). Expatriates ist, wie Tyler in den digitalen Liner Notes sagt, ein Übergangswerk für die letzten Tage des Winters, also der perfekte Soundtrack für verschneite Februartage. Zwei der Lieder, "Medusa" und "Werewolf" schon auf dem Halloween Sideshow Bootleg erschienen, das kurzzeitig auf seiner Bandcamp-Seite herunterzuladen war. Wer das verpasst hat, bekommt sie nun doch noch zu hören (es wäre aber auch eine Schande, wenn sie in der Versenkung verschwunden wären). Die Songs sind nachdenklich, aber nicht düster; wie auf seinem Meisterstück The Golden Age & The Si...

See, I was born a restless child and I could hear the world outside calling me

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  Die musikalische Entdeckung der Woche heißt The Oh Hello's. Dabei handelt es sich um die Geschwister Tyler und Maggie Heath aus Texas. Und bevor ihr jetzt aufstöhnt "Oh nein, nicht schon wieder ein Mann/Frau/Country-Duo!" - diese beiden sind wirklich klasse. Sie waren mit ihrem Song "Hello My Old Heart" auf Fuel/Friends' (sehr empfehlenswertem) Autumn-Mix vertreten, der mir schon recht gut gefallen hat. Als ich dann erfahren habe, dass sie ihr Debütalbum Through The Deep, Dark Valley auf NoiseTrade (und auf Bandcamp ) veröffentlicht haben, musste ich es mir natürlich umgehend anhören und, was soll ich sagen, ich bin immer noch ganz verzaubert. " Through the Deep, Dark Valley is a self-contained concept album, and so for best results should be listened to in its entirerty, in chronological order, in one sitting", sagt die Band selbst über ihr Werk. Tatsächlich haben die Songs eine Art Verlorener-Sohn-Thema: Die Protagonisten sind vom...

Who needs you with no one sayin' I do

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Es gibt Alben, die kommen einfach genau im richtigen Moment. Sowie Who Needs Who von Dark Dark Dark. Die ausführliche Kritik gibt es hier .

Hey, ho, Rock 'n' Roll, deliver me from nowhere

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  Dreißig Jahre ist es her, dass Bruce Springsteen mit Nebraska eins der größten Alben der Musikgeschichte aufnahm. Für die Organisation Project Bread, die sich um hungernde Menschen in Massachusetts kümmert, nahmen nun eine Reihe Künstler die Songs neu auf. Als ich das Line-up von Long Distance Salvation gesehen habe, sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen, denn mit Juniper Tar, Joe Pug, Strand of Oaks, Trampled by Turtles, David Wax, Adam Arcuragi, Kyle Morton von Typhoon und Roadside Graves sind gleich acht Künstler dabei, die ich abgöttisch liebe. Hinzu kommen mit The Wooden Sky, Joe Purdy, Garrison Starr, Spirit Family Reunion, Jonah Tolchin, Kingsley Flood, Danielle Sullivan und Joe Fletcher acht weitere Künstler, die ich wohl in Zukunft abgöttisch lieben werde. Long Distance Salvation ist ziemlich genau so, wie man sich eine Nebraska -Tribute wünscht. Manche Künstler wie The Wooden Sky und Joe Pug orientieren sich am spärlichen Folk des Originals, andere er...

September Review

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  Manchmal habe ich den Eindruck, dass ungefähr die Hälfte aller Alben im April oder September erscheint, während in den anderen Monaten mal mehr und mal weniger los ist. Insbesondere der September 2012 wartete mit einer Sintflut interessanter Neuerschei-nungen auf, sodass es völlig unmöglich ist, alle zu hören. Über die tollen neuen Alben von David Wax Museum und Jason Molina hatte ich ja schon geschrieben, aber es gibt noch zehn weitere, die ich euch kurz vorstellen möchte. Bob Dylan - Tempest Es gibt keinen Musiker, lebendig oder tot, den ich mehr verehre als Bob Dylan. Als ich gehört habe, dass er im reifen Alter von 71 Jahren noch einmal ein Album veröffentlicht, war ich natürlich völlig aus dem Häuschen, zumal sein letztes reguläres Werk Together Through Life auch schon dreieinhalb Jahre alt ist. Vor lauter Aufregung habe ich mir vorab schon einmal das Video von "Duquesne Whistle" angesehen, was dazu geführt hat, dass ich eine ganze Weile lang ...

Heavy Rotation: Canaanville

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Wer mich besser kennt musste sich mit hoher Wahrscheinlichkeit schon meinen Lobgesang auf Southeast Engines letztes Album Canary anhören, das mein liebstes Album 2011 war (wie hier nachzulesen ist). Ja, ich glaube, wenn ich mir mein Wunschalbum basteln könnte, dann würde am Ende so etwas wie Canary herauskommen. Geradezu meisterhaft verbinden SEE traditionelle und moderne amerikanische Musik zu ihrem ganz eigenen Sound, hinzukommt die anrührende Geschichte über einen jungen Mann, der versucht mit den Folgen der Great Depression zurecht zu kommen. Trotz des historischen Hintergrunds ist das erschreckend aktuell. Man kann sich vorstellen, dass ich mir von Freude fast in die Hose gemacht habe, als ich erfahren habe, dass die Band eine EP namens Canaanville veröffentlicht, die vier weitere Songs von den Canary -Sessions versammelt. Schon auf Canary besangen SEE den "Curse of Canaanville" und auch hier geht es wieder um den Untergang des ehemals florierenden Bergarbeiter...