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TV Night: The Hour [Series 2]

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Ich gebe es zu: Ich bin besessen. Besessen von dieser Serie. Inzwischen habe ich Staffel 1 so oft gesehen, das ich sie mitsprechen kann, und als Staffel 2 erschienen ist, musste ich sie mir natürlich umgehend zulegen. Wir erinnern uns: In The Hour geht es um eine investigative Fernsehsendung gleichen Namens, die in erster Linie von vier Journalisten gemacht wird: Produzentin Bel Rowley (Romola Garai), Anchorman Hector Madden (Dominic West), Home-Affairs-Correspondent Freddie Lyon (Ben Whishaw) und Foreign-Affairs-Correspondent Lix Storm (Anna Chancellor).  Nachdem die Sendung Kritik am Vorgehen von Regierung und Geheimdienst im Zuge der Suezkrise übte, drohte ihr zunächst das Aus. Staffel 2 beginnt 10 Monate später: Bel ist noch Produzentin, muss aber vieles allein regeln, da Freddie nach seiner Kündigung und dem Tod seines Vaters auf Reisen ist. Dann taucht ein neuer Head of News auf, Randall Brown (Peter Capaldi). Er ist kühl, aber charismatisch, und er teilt ein Geheimn...

TV Night: Criminal Justice [Series 1]

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Und noch ein Eintrag zum Thema "Britische Fernsehserien, die einfach unfassbar gut sind". Heute: Criminal Justice . Die BBC-Miniserie erzählt die Geschichte des 21-jährigen Ben Coulter (Ben Whishaw - ja, ja), der sich eigentlich mit einem Kumpel treffen will. Da sein Auto jedoch nicht anspringt, nimmt er sich das Taxi seines Vaters. Als er kurz anhält, steigt eine junge Frau ein, die nicht weiß, dass Ben kein Taxifahrer ist. Zunächst versucht er noch, sie zum Aussteigen zu bewegen, doch da er sie ziemlich anziehend findet, stimmt er schnell zu, mit ihr ans Meer zu fahren. Die beiden betrinken sich, werfen Ecstasy ein und haben schließlich Sex im Haus des Mädchens. Anschließend geht Ben zurück in Küche, wo er einschläft. Als er am nächsten Morgen aufwacht, ist die Unbekannte tot, erstochen. In seiner Panik versucht Ben, Beweismaterial zu vernichten und zu fliehen, doch er verursacht einen Unfall und wird verhaftet. Schnell wird er zum Hauptverdächtigen und gerät in die Mü...

Movie Night: Cloud Atlas

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Über diesen Film ist wahrscheinlich mehr geschrieben worden als über jede andere Neuerscheinung des Jahres, aber schließlich handelt es sich auch um ein ungewöhnlich ambitioniertes Projekt. Cloud Atlas basiert auf dem gleichnamigen Roman von David Mitchell, der sechs verschiedene Handlungsstränge in fünf Jahrhunderten miteinander verbindet. Es hat mich schon sehr interessiert zu sehen, wie Tom Tykwer und die Wachowski-Geschwister Lana und Andy das im Film umsetzen. Was im Vorfeld sicher am meisten für Aufsehen gesorgt hat ist die Tatsache, dass die Darsteller (u.a. Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugo Weaving, Jim Sturgess, Doona Bae, Ben Whishaw, James D'Arcy, Susan Sarandon und Hugh Grant) mehrere Rollen übernehmen und dabei auch das Geschlecht oder die Ethnie wechseln. Die einzelnen Episoden im Überblick: 1) 1849: Der Anwalt Adam Ewing (Jim Sturgess) reist per Schiff von einer Südseeinsel nach San Francisco. Unterwegs wird er von einem habgierigen Arzt (Tom Hank...

TV Night: The Hour [Series 1]

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Im Zugen meiner Ben-Whishaw-Studien (yes, there's more to come) bin ich auf eine Fernsehserie namens The Hour gestoßen, die mein Interesse geweckt hat, da es um eine Reihe BBC-Journalisten geht, die einen politischen Skandal aufdecken. In den meisten Filmen und Serien existieren ja nur Boulevardjournalisten und die Rolle der Presse als Korrektiv zur Politik wird gerne unterschlagen. Hin und wieder läuft aber auch einmal eine Serie, die zeigt, wie wichtig investigativer Journalismus ist. The Hour spielt im Jahr 1956. Freddie Lyon (Ben Whishaw) ist ein bis zur Dreistigkeit passionierter BBC-Journalist. Ihn nerven die ewig gleichen Newsreeels, die sich hauptsächlich mit den Verlobungsfeiern reicher Töchter beschäftigen. Auf so einer Feier trifft er jedoch auf Ruth Elms, eine Bekannte aus Kindertagen, die ihn auf einen kürzlich geschehen Mord in der U-Bahn aufmerksam macht. Dieser wurde von der Polizei als Raubmord klassifiziert, obwohl nichts gestohlen wurde. Bald gibt es Hin...

Movie Morning: Skyfall

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Eigentlich bin ich kein James-Bond-Fan. Ein Agent, der sich im Namen ihrer Majestät durch die Gegend ballert, Martinis trinkt und nebenbei noch ein paar Mädchen flachlegt - das hat mich nie interessiert. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, schon einmal einen Bond-Film in Gänze gesehen zu haben. Doch dann kam Skyfall . Als ich gehört habe, dass Ben Whishaw den Q spielt, war meine Neugier geweckt; als ich dann noch erfuhr, dass Javier Bardem den Bösewicht gibt und die vielen positiven Kritiken las, entschloss ich mich, mir den Film anzusehen. Skyfall ist übrigens nicht nur mein erster richtiger Bond, es war auch das erste Mal, dass ich an einem Sonntagmorgen ins Kino ging, weil der Film dann in der Originalfassung gezeigt wurde. Das war eine ganz angenehme Sache, auch weil es nicht so brechend voll war. Es hatten sich etwa 70 Leute eingefunden, kein Vergleich zu den Massen, die sich nach Vorstellungsende bereits im Foyer tummelten. Nun aber zum Film. Der beginnt mit einer s...

Happy Birthday, Junkets

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Movie Night: Brideshead Revisited

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Eigentlich wollte ich diesen Film nicht sehen. Brideshead Revisited von Evelyn Waugh ist eins meiner Lieblingsbücher und allein die Vorstellung, dass jemand es wagen könnte einen Film daraus zu machen schien mir absurd. So etwas kann ja nur in die Hose gehen. Doch dann erfuhr ich, dass Ben Whishaw dort mitspielt, von dem ich seit Bright Star ein großer Fan bin. Dass er aber ausgerechnet Sebastian Flyte spielt hat mich schon erstaunt, denn den hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Er hat seine Sache aber sehr gut gemacht und die richtige Balance zwischen Dandy und ewigem Kind gefunden. Um es kurz zu machen: Der Film ist ganz okay aber keine Meisterleistung. Ich denke, es ist auch einfach unmöglich, ein so komplexes Buch in zwei Stunden Film zu packen, zumal es in erster Linie von den Figuren lebt und nicht übermäßig viel Handlung hat. So bleiben die Charaktere im Film eher oberflächlich und auch undurchsichtig. Was mich jedoch am meisten gestört hat ist, dass die Geschichte fa...

Movie Night: Bright Star

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Biopics englischer Schriftsteller, Teil 2: Bright Star von Jane Campion. Ich liebe John Keats über alles, besonders "Ode on a Grecian Urn". Seine Zeilen sind von einer unfassbaren Schönheit, voll Leidenschaft und Trauer. Neulich habe ich wieder etwas von ihm gelesen und da ist mir eingefallen, dass Jane Campion einen Film über seine Beziehung zu Fanny Brawne gedreht hat, den ich schon länger anschauen wollte. Also habe ich mir Bright Star geholt. Ich habe Keats' Briefe an Fanny gelesen, aber ich wusste nicht, dass ihre Beziehung so dermaßen intensiv war, dass sie sich so sehr geliebt haben. Dagegen wirkt die Liaison von Jane Austen und Thomas Lefroy richtig blutarm. Bei Keats muss zudem nichts dramatisiert werden, da seine Biographie auch so schon tragisch genug ist. Erst sterben seine Eltern, dann sein Bruder Tom an Tuberkulose. Sein Bruder George emigriert nach Amerika. Keats bricht seine Karriere als Mediziner ab, um Dichter zu werden, mit dem Resultat, da...